Einige Wagemutige wagen es sogar, Badekleidung zu tragen. Doch das ist die Ausnahme. Diesmal strömen die Einwohner von Cagliari an den Poetto-Strand, auf der Suche nach Sonne, die sich mindestens einen Monat lang, vielleicht sogar zwei, nicht am Stadthimmel gezeigt hat.

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Schon am Morgen wird deutlich, dass der Strand von Centomila ein absolutes Traumziel ist. Egal welchen Weg man nimmt, überall muss man sich anstellen. Die Autos stauen sich unter der Ponte Vittorio. Dasselbe gilt für alle, die von Amsicora kommen. Und auch für diejenigen, die vom Asse Mediano anreisen.

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Ausnahmsweise ist der Verkehr nicht so laut wie die Hupen. Der Grund für dieses Ritual am Meer hat nach Harry und den endlosen Wochen schlechten Wetters fast schon religiöse Züge. Stille ist daher Pflicht.

Wer auf der Straße angehalten wird, um einen Kommentar zu bekommen, sagt einfach: „Endlich unser Leben in Poetto.“ Junge Männer, Frauen und Männer. Man sieht oberkörperfreie Jogger, wilde Skater, Kinder, die in der Sonne spielen, und sogar viele Kinderwagen mit Eltern unter 40.

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An der Marina Piccola und der Prima Ferma findet der größte Ansturm statt: Der Parkplatz ist überfüllt mit Senegalesen, die auf der Suche nach einem Sonntags-Schnäppchen sind. Dasselbe gilt für das Viertel Cavalluccio Marino, die Heimat der „Caddozzoni“. In Lido, dem am stärksten betroffenen Küstenabschnitt, besteht die einzige Hoffnung darin, dass die Geschäfte geöffnet sind.

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Das erste ausgebuchte Wochenende lässt einen vermuten, dass Poetto die ganze Zeit über verlassen gewesen sei. Doch aus den Bars hört man eine andere Geschichte: „Nicht so wie heute, klar, aber wir haben nie aufgehört zu arbeiten.“

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