Alles ist bereit für die Theateraufführung „Feminos – Was verloren ist, was bleibt, was sich wandelt“ des Kulturvereins Il Lentischio in Sennori. Die Aufführung findet am Samstag, den 5. September, um 21:00 Uhr in der ehemaligen Cava di Tufo statt. Dieses Gemeinschaftstheaterprojekt hat seinen Ursprung in Sennori und ist durch zehn Jahre Forschung, Experimente und Zusammenarbeit gewachsen. Inspiriert wurde das Projekt 2016 von einem Dialog aus Federico García Lorcas „Das Haus von Bernarda Alba“ und der Entdeckung der sardischen Übersetzung ins Logudoresische durch den renommierten Linguisten Antoninu Rubattu. Aus dieser ersten Begegnung entstand eine originelle Bearbeitung des Lentischio in Sennorese, einer Variante des Logudoresischen. Diese Sprache besitzt ihre eigenen Besonderheiten, darunter die einzigartige Konstruktion des weiblichen Plurals, der nicht flektiert wird. Rubattus Übersetzung bildete somit den Ausgangspunkt für einen Überarbeitungs- und Transformationsprozess, der den Originaltext transzendierte und eine eigenständige Dramaturgie hervorbrachte, die in der Sprache, Kultur und Identität des Landes verwurzelt war. Nach einigen Aufführungen wurde das Stück vorerst nicht mehr aufgeführt, um Platz für neue Erfahrungen zu schaffen. In den folgenden zehn Jahren wuchs die Gruppe, veränderte sich und entwickelte ihre eigene Theatersprache, bis sie schließlich das Bedürfnis verspürte, das alte Werk wiederzubeleben. Das Drehbuch blieb bestehen, doch die Darsteller wechselten, und mit ihnen entstanden neue Charaktere und neue Erzählmöglichkeiten. Heute präsentiert Il Lentischio 16 Künstler – 14 Frauen und 2 Männer – auf der Bühne: Antonietta Brau, Mario Pino Camboni, Maria Giovanna Delogu, Maria Antonietta De Palmas, Giannina Fois, Antonella Leoni, Isabella Manunta, Giannina Nieddu, Angela Pazzola, Ersilia Pazzola, Gian Mario Pazzola, Maria Antonietta Pazzola, Maria Franca Pazzola, Maria Grazia Soliveras, Tonina Tilocca und Antonietta Tonzanu. Die sardische Sprache steht weiterhin im Mittelpunkt der Aufführung, ergänzt durch einen italienischen Teil, der es auch Zuschauern ohne Sardischkenntnisse ermöglicht, der Geschichte zu folgen und ihren Klang und Rhythmus zu genießen. Die Ex Cava di Tufo ist Schauplatz dieser neuen Produktion, die als zeitgenössisches Open-Air- und ortsspezifisches Theaterstück konzipiert ist, bei dem der Veranstaltungsort selbst Teil des Erlebnisses wird. Die Theaterregie und die Originaldramatografie stammen von Maria Paola Cordella, Übersetzung und sprachliche Beratung von Angela Pazzola, Regieassistenz und choreografische Fertigstellung von Denise Campus und die technische Leitung von Sandalia Eventi e Animazioni. Das Projekt ist Teil der Forschung von AnonimArtijana, einer gemeinnützigen Organisation, die sich auf Kultur, lokale Gebiete und Gemeinschaften konzentriert und inklusive Ansätze, die Verschmelzung von Sprachen und die Transformation von Orten durch Kunst und kollektive Erzählungen fördert.

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