Heute wurde die Gemeinde Sediese erneut von tiefem Schmerz und Trauer über den plötzlichen Tod eines ihrer Söhne erschüttert. Bürgermeister Salvatore Pes rief einen Tag der Trauer aus, der die Beerdigung von Marco Muredda, dem 37-jährigen Unternehmer, begleitete. Muredda war am Sonntagabend bei einem tragischen Motorradunfall auf der Staatsstraße 129 zwischen Macomer und Nuoro ums Leben gekommen. Diese Entscheidung wurde getroffen, um der Familie in dieser Zeit der tiefen Trauer beizustehen. In der Kirche San Giovanni Battista, die so voll wie nie zuvor war, herrschte andächtige Stille.

Die Stadt stand still, wie es nur geschieht, wenn ein Mensch, der wirklich zu ihnen gehörte, stirbt. Von gestern Abend bis heute, bis hin zur Beerdigung, hatte sich eine lange Trauergemeinde am Elternhaus versammelt, um dem verstorbenen Unternehmer die letzte Ehre zu erweisen. Freunde, Kollegen und Bekannte waren sogar aus dem weit entfernten Macomer und Siniscola gekommen, wo Marco eine Schlüsselfigur der Conad-Handelskette war. Ein respektvolles Kommen und Gehen, das mehr als tausend Worte von der tiefen Verbundenheit zwischen Marco und denen, die ihn kannten, sprach. „Ein guter, großzügiger Kerl, immer hilfsbereit“, flüsterten viele.

Die Trauermesse wurde von Pfarrer Maurizio Demartis zelebriert, der in seiner Predigt an „Marcos Lächeln, seine Hilfsbereitschaft und seine Hingabe zu Sedilo erinnerte, obwohl ihn seine beruflichen Verpflichtungen oft abwesend hielten.“ Schlichte Worte, die jedoch das Bild eines Mannes vermitteln, für den Güte und Präsenz das Wesen des Lebens prägten.

Auch an seinem Arbeitsplatz wird tiefes Beileid ausgesprochen. Supermärkte blieben gestern aus Respekt geschlossen. In den sozialen Medien erschien eine berührende Nachricht: „Hallo Marco, danke für all die Liebe, die du uns geschenkt hast. Wir werden dein Lächeln und deine Güte nie vergessen.“ Für seine Kollegen war er nicht nur ein Arbeitgeber, sondern ein ständiges Vorbild – menschlich wie beruflich.

Er war außerdem Vizepräsident des Vereins Santu Antinu, der an der Organisation der Ardia beteiligt war, und die Mitglieder selbst begleiteten ihn und trugen die Fahne des Vereins.

Als der Sarg aus der Kirche getragen wurde, empfingen ihn seine Motorradfreunde mit dem Dröhnen ihrer Motoren und einem lauten Applaus.

Marco Muredda ist von uns gegangen, plötzlich und grausam vom Leben ereilt. Er hinterlässt nicht nur seine Mutter Marilena, seinen Vater Francesco Angelo und seine Schwester Mara, sondern vor allem eine ganze Stadt, die ihn still und geschlossen in ihre Arme geschlossen hat – eine Geste, die mehr sagt als tausend Worte.

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