Die Staatspolizei wird in Sassari präsent sein. Das regionale Sekretariat des Sicherheitsrates Sardinien (Silp Cgil Sardinia) hat für Donnerstag, den 18. Juni, eine Demonstration vor dem Präfekturgebäude auf der Piazza d'Italia angekündigt. Beginn ist um 10:00 Uhr. Die landesweite Demonstration findet auch in der Hauptstadt Sassari statt und zielt darauf ab, Bürger und Institutionen für die Krise im Sicherheits- und Verteidigungssektor zu sensibilisieren.

Zwei Punkte stehen im Vordergrund: die Erneuerung des Arbeitsvertrags und die Sozialversicherung. Die Gewerkschaften SILP CGIL (für die Staatspolizei), SIAM (für die italienische Luftwaffe) und LRM (für das italienische Heer) bezeichnen den Vertrag für den Dreijahreszeitraum 2025–2027 als „Farce“. „Angesichts einer bestätigten realen Inflation von über 17 Prozent“, prangerte der Regionalsekretär von SILP CGIL, Alessandro Cosso, in einer Pressemitteilung an, „übersteigen die von der Regierung vorgesehenen Gehaltserhöhungen nicht einmal 5,78 Prozent. Dies führt zu einer strukturellen Lücke von netto rund 10 Prozent und einem geschätzten durchschnittlichen Verlust von 300 Euro pro Monat und Arbeitnehmer.“ Der zweite kritische Punkt betrifft die Altersversorgung und die chronische Verzögerung bei der Einführung von Zusatzrentenplänen sowie die unzureichenden Mittel für die entsprechenden Pensionskassen. Die möglichen Folgen, so SILP, seien, „dass Tausende von Soldatinnen und Soldaten im Alter in großer wirtschaftlicher Not leben müssen.“ Schließlich bleibt das Problem des Personalmangels in der Provinz Sassari bestehen, der laut Pressemitteilung „alle strategischen Bereiche betrifft: von den Ermittlungsbehörden über die Streifenwagen und die Ausländerbehörde bis hin zu den Polizeistationen – insbesondere in Alghero und Olbia – und sogar den Spezialeinheiten“. Die Folgen sind „lange Schichten, ständige Überstunden und eine Belegschaft mit einem deutlich überalterten Personal“. Hinzu kommt das Wohnungsproblem. „Es ist dringend notwendig“, erklärt Cosso, „strukturierte Wohnungsbauprogramme umzusetzen, die es den Angehörigen der Staatspolizei ermöglichen, dauerhaft in den Gemeinden zu wohnen, in denen sich das Polizeipräsidium und die Staatspolizeiämter befinden. Ohne bezahlbaren und angemessenen Wohnraum wird es zunehmend schwieriger, die Anwesenheit des Personals in der Region und damit die Kontinuität und Effektivität der Sicherheitsdienste für die Bevölkerung zu gewährleisten.“

© Riproduzione riservata