Sassari: Gegen 29 Personen wird wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung ermittelt.
Falsche Dokumente wurden auf die Ministeriumsplattform hochgeladen, um unbefugten Zutritt zu erlangen.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
In Sassari werden 29 Personen wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung, Identitätsdiebstahls, Verwendung gefälschter Dokumente sowie des unbefugten Besitzes und der Weitergabe von Zugangscodes zu Computer- oder Telematiksystemen untersucht.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gehen auf Inspektionen der Carabinieri der Arbeitsinspektion in Zusammenarbeit mit Beamten des SUI (One-Stop Immigration Desk) zwischen 2022 und 2025 zurück.
Die Untersuchung basierte auf einem Abgleich der Daten zu den in Sassari eingereichten Anträgen mit dem geplanten Zustrom von Arbeitskräften aus Nicht-EU-Ländern nach Italien.
Den Verdächtigen wird vorgeworfen, eine Plattform des Innenministeriums zur Arbeitskräfterekrutierung mit 291 Logins betrügerisch genutzt zu haben. Sie gaben sich als lokale Bau-, Landwirtschafts- und Gastgewerbeunternehmer aus, die nichts von dem Komplott wussten, und versuchten, ausländische Arbeitskräfte, hauptsächlich aus südasiatischen und afrikanischen Ländern, einzuschleusen. Ohne ausreichende Kontrollen hätten die Anträge in die „verfügbare Quote“ aufgenommen werden und eine Einreisegenehmigung erhalten können.
Ein Betrug, der mutmaßlich Ausländer ins Visier nahm, die bereit waren, ihr Land für nicht existierende Jobs und Wohnungen zu verlassen. Die Ermittlungen bestätigten zudem die Aussagen von Unternehmern, die den Betrug aufgedeckt hatten, und enthüllten ein gut organisiertes kriminelles Netzwerk, das Tausende von Geschäftsdokumenten auf das Portal hochgeladen hatte – ein klarer Versuch, Kontrollen zu umgehen.
Ein Beispiel für diese Vorgehensweise ist die Entdeckung, dass in einem Fall Dokumente, die Anträgen beigefügt waren, aus einer Datenbank mit den Zugangsdaten eines Unternehmers entnommen wurden, der Jahre zuvor verstorben war.
