Sassari, Feuerwehrleute rufen den Notstand aus. Conapo: „Rettungsmaßnahmen in Gefahr.“
„Wir haben einen Punkt erreicht“, heißt es in einer Erklärung, „den wir nicht länger als normal betrachten können.“Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Conapo, die autonome Feuerwehrgewerkschaft, hat in Sassari den Ausnahmezustand ausgerufen.
„Wir haben einen Punkt erreicht“, heißt es in der Erklärung, „den wir nicht mehr als normal betrachten können: Es mangelt an Personal, Ressourcen zur Instandhaltung der Ausrüstung und wichtiger Standorte, und es bestehen weiterhin Schulungsprobleme. Auf dem Spiel stehen nicht nur die Arbeitsbedingungen der Feuerwehrleute, sondern auch ihre Fähigkeit, den Bürgern Hilfe zu leisten.“
Personalmangel, der Einsatz von Überstunden, Schwierigkeiten bei der Urlaubsplanung und, laut Conapo, das Paradoxon, dass sardische Feuerwehrleute auf dem Festland eingesetzt werden, bereiten der Feuerwehr große Probleme. „Es ist unverständlich, dass sardische Feuerwehrleute, die bereits landesweit im Einsatz sind und bereit sind, auf die Insel zurückzukehren, nicht ausreichend eingesetzt werden können, um den gravierenden Personalmangel auf Sardinien zu beheben.“ Auch die Situation der spezialisierten Tauch- und Seestreitkräfte sowie der Flugstaffel sei alarmierend, heißt es in der Erklärung weiter. Zudem reiche das Verwaltungspersonal für die komplexen Aufgaben des Kommandos nicht aus.
„Das Prinzip der Insellage“, betont ein weiterer kritischer Punkt, „darf nicht nur eine bloße Verfassungserklärung bleiben. Es muss sich in Ressourcen, Personal und Dienstleistungen niederschlagen, die den tatsächlichen Bedürfnissen Sardiniens entsprechen. Auch die öffentliche Hilfe muss gestärkt werden, um die Nachteile der Insellage auszugleichen.“ Die Beschwerde konzentriert sich anschließend auf die anfänglichen Pannen und, so argumentiert Conapo, auf den Mangel an ausreichenden Mitteln, selbst um einen platten Reifen zu ersetzen oder ein einfaches Paar Latexhandschuhe zu kaufen – beides unerlässliche Ausrüstungsgegenstände für die tägliche Arbeit der Feuerwehrleute.
„Wir haben eine solche Situation noch nie erlebt. Wenn die Mittel für die Reparatur von Fahrzeugen und die Bereitstellung wichtiger Ausrüstung fehlen, sind die Rettungsdienste ernsthaft gefährdet. Ein ausgefallenes Fahrzeug bedeutet eine Ressource weniger, die im Notfall für Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung steht.“ Die Anfrage richtet sich an die höheren Dienststellen des Innenministeriums, beginnend mit der Regionaldirektion, und fordert dringendes Handeln, um sicherzustellen, dass die Leitstelle über „die notwendigen Mittel für Reparaturen und die reguläre sowie außerordentliche Wartung von Einsatzfahrzeugen sowie für die Anschaffung wichtiger Ausrüstung für den operativen Einsatz“ verfügt. Conapo hebt zudem die Probleme an den Einsatzorten in den Bereichen Hygiene, Gesundheit, Logistik und darüber hinaus hervor und weist auf die Unsicherheit bezüglich der Bauzeiten für die neuen Einrichtungen in Alghero und Arzachena sowie an den Flughäfen hin. Auch hier bittet das Ministerium um Unterstützung, „mit klaren Zeitplänen und definierten Prioritäten“.
Bezüglich der beruflichen Ausbildung wird gefordert, dass diese „einheitlich, standardisiert und für alle interessierten Einsatzkräfte zugänglich ist, ohne Benachteiligungen aufgrund des Standorts oder der fachlichen Qualifikation“. Mit besonderem Fokus auf die Grundausbildung der sardischen Streitkräfte (SAF): „Die Ausbildung darf nicht zu Ungleichheit zwischen den Einsatzkräften führen. Ist eine Fertigkeit für Sicherheits- und Rettungseinsätze unerlässlich, muss sie allen interessierten Einsatzkräften nach einheitlichen und transparenten Kriterien garantiert werden.“ „Das größte Problem ist der anhaltende Personalmangel“, erklärt Pietro Nurra, Provinzsekretär der Conapo in Sassari. „Zu lange schon arbeiten die Einsatzkräfte unter enormem Druck, in unterbesetzten Teams, mit Überstunden und Schwierigkeiten bei der Urlaubsplanung. Diese Situation ist inakzeptabel.“ „Wir appellieren an die Institutionen“, so Nurra abschließend, „auf allen Ebenen, entschieden einzugreifen. Insbesondere fordern wir die sardischen und nationalen Entscheidungsträger auf, sich der Personalfrage anzunehmen und dabei die Komplexität des Kommandos Sassari sowie die spezifischen geografischen Gegebenheiten der Provinz zu berücksichtigen.“
