Er entkam dem Hausarrest und wurde von einem Polizeiwagen angefahren. Der Vorfall ereignete sich vor zwei Jahren im historischen Zentrum von Sassari, als ein 45-jähriger Mann aus Sassari sein Haus verließ, obwohl ein Richter ihm Hausarrest für einen bestimmten Zeitraum angeordnet hatte. Der Mann missachtete die Anordnung und ging durch eine Gasse in Sassari Vecchia, die schließlich auf den Corso Vittorio Emanuele führte.

Er tritt daraufhin, ohne zu schauen, auf die Straße und wird von einem plötzlich vor ihm auftauchenden Auto erfasst, dem er nicht mehr ausweichen kann. Dem 45-Jährigen droht nun eine doppelte Strafe, weil er sein Haus verlassen hat: ein Monat Gips am Arm und eine Anklage wegen Steuerhinterziehung.

Richterin Silvia Masala entschied jedoch vor Kurzem, die Angeklagte, vertreten durch Rechtsanwältin Maria Domenica Camboni, aufgrund der Geringfügigkeit des Delikts freizusprechen. Camboni hatte das Fehlen jeglicher Rückfalltendenz, wie behauptet, sowie die besondere Geringfügigkeit des Delikts hervorgehoben. Staatsanwältin Ilaria Achenza hatte hingegen eine Verurteilung gefordert.

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