Sassari, ein Anwalt, wurde nach zehn Jahren wegen Erpressung freigesprochen.
Um die vom Sassari-Gericht durchgeführten Auktionen ist ein langwieriger Rechtsstreit entbrannt.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Im Jahr 2016 gehörte er zu den Angeklagten in einem Rechtsstreit, der auf Unregelmäßigkeiten bei Zwangsversteigerungen im Immobilienbüro des Gerichts Sassari zurückzuführen war. Der 49-jährige Pierluigi Figheri aus Sassari wurde wegen Verschwörung, Verrat und Verwendung von Amtsgeheimnissen, Amtsmissbrauchs und Anstiftung zur Korruption angeklagt. Alle diese Straftaten verjährten im vergangenen Jahr, mit Ausnahme der Erpressung, von der er mangels Beweisen freigesprochen wurde. Gestern wurde er vor einem Richtergremium unter Vorsitz von Monia Adami, unterstützt von Valentina Nuvoli und Stefania Mosca-Angelucci, angehört. Staatsanwalt war Giovanni Porcheddu.
Laut Anklageschrift soll Figheri 2010 mit anderen an einem Geschäft beteiligt gewesen sein, um von einem für 130.000 € zurückgekauften Haus zu profitieren. Die Einnahmen, darunter auch Schwarzgeldtransaktionen, sollten aufgeteilt werden. Verteidiger Giuseppe Scarpa konnte im Plädoyer nachweisen, dass die Partner in dem Geschäft andere waren, nicht sein Mandant. Dieser habe lediglich als Gastgeber der Treffen fungiert, da er die Räumlichkeiten seines Immobilienbüros zur Verfügung gestellt hatte. Wie der Anwalt später ausführte, habe Figheri auch der Frau, die das Haus zurückkaufen wollte, bei der Aufnahme eines Hypothekendarlehens geholfen. Zudem habe keine der beteiligten Parteien die Anwesenheit oder das Interesse des Mannes an den Verhandlungen erwähnt. Im Mittelpunkt des Plädoyers stand jedoch auch ein weiterer Angeklagter, der in den Vorfall verwickelt und einer der Hauptangeklagten im gesamten Verfahren war und dessen Rolle während der Verhandlung von einigen Zeugen heruntergespielt wurde.
