Sassari drohte seiner jüngsten Tochter jahrelang: „Du bist eine Schurkin, die es verdient, vernichtet zu werden.“
Demütigungen, Beleidigungen und Erniedrigungen. Auch Großmutter und Urgroßmutter litten.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Fünf Jahre Haft. Dieses Strafmaß forderte Staatsanwältin Maria Paola Asara gestern vor Gericht in Sassari gegen eine 39-jährige Frau aus dem Hinterland, die beschuldigt wird, ihre minderjährige Tochter misshandelt zu haben. Laut der Rekonstruktion des Falls durch die Staatsanwaltschaft sei das Verhalten der Angeklagten erwiesen, da sie das Kind über Jahre hinweg wiederholt beleidigt und bedroht habe, oft über soziale Medien, auch mithilfe gefälschter Profile.
Die Frau soll ihre Tochter von klein auf vernachlässigt und sie der Obhut ihrer Mutter, der Großmutter des Opfers, überlassen haben. Demütigungen und Beleidigungen sollen das Verhältnis zwischen den beiden, zu dem auch die Großmutter des Mädchens gehörte, geprägt haben. Laut Anklage wurden Großmutter und Urgroßmutter mehrfach vor den Augen des Mädchens geschlagen und bedroht. Der Großteil der Vorwürfe bezieht sich auf die zahlreichen Textnachrichten an die Jugendliche, in denen es immer wieder um eine Erbschaft geht.
„Wenn deine Großmutter nicht mehr da ist“, hieß es angeblich in einer der Nachrichten, „wirst du nichts mehr haben, du wirst ein mittelloser Taugenichts sein, der auf der Straße herumirrt.“ „Du bist eine Last, ein Schurke, der so schnell wie möglich vernichtet werden sollte“, wird in der Anklage zitiert. Die Frau, die ihre Tochter „Buscetta“ nannte – vermutlich in Anspielung auf die Mafia-Informantin –, schrieb ihr. Die Klägerin, vertreten durch Anwältin Graziella Meloni, wirft der Frau vor, „mit böswilliger und sadistischer Absicht“ dem Teenager moralischen und psychischen Schaden zugefügt zu haben.
Der Anwalt, der 5.000 € vorläufigen Schadensersatz forderte, wies zudem darauf hin, dass der Beklagten durch ein Urteil des Jugendgerichts das Sorgerecht entzogen worden sei. Die Frau wurde von den Anwälten Rodolfo Lima und Giancarlo Di Martino vertreten. Das Gremium unter Vorsitz von Giancosimo Mura, unterstützt von Sara Pelicci und Stefania Mosca-Angelucci, vertagte den Fall bis Ende des Monats, um weitere Stellungnahmen entgegenzunehmen und ein Urteil zu fällen.
