Der Kanal muss gebaut werden. In Sassari hat die Ablehnung des hydrogeologischen Risikominderungsprojekts im Fosso della Noce-Tal durch Bürgermeister Giuseppe Mascia heftigen Widerstand hervorgerufen – von der Partei Fratelli d’Italia e Sardinia bis hin zur Bewegung Centro 20Venti. Besonders hervorzuheben ist jedoch das Engagement derjenigen, die sich unter der vorherigen Stadtverwaltung Campus für die Initiative eingesetzt und 5 Millionen Euro für die Baustelle gesichert hatten. Gianfranco Meazza, ehemaliger Stadtrat für Infrastruktur, betont die Einstufung des Gebiets als Hi4, die höchste Hochwassergefährdungsstufe. Dies entspricht einer potenziellen roten Alarmstufe gemäß dem hydrogeologischen Planungsplan der Region Sardinien.

„Bei Starkregen“, erklärte Meazza, „könnte dieses Gebiet schnell und heftig überflutet werden, wobei der Wasserstand theoretisch bis auf Straßenniveau reichen würde.“ Das Wasser würde mehr als zehn Meter über die beiden Dämme an der Viale Trento und der Viale Trieste steigen, die bekanntermaßen als „Stopper“ für die befürchtete Überschwemmung dienen könnten. Da die beiden Dämme damals, so das ehemalige Ratsmitglied weiter, „ohne ausreichende Querungsbauwerke errichtet wurden, blockierten sie effektiv den natürlichen Wasserabfluss.“ Das Projekt der Campusleitung hatte breite Kontroversen ausgelöst, Demonstrationen und Petitionen wurden gesammelt. Laut Meazza habe es „ein verzerrtes Bild des Projekts“ vermittelt.

„Der Kanal“, präzisiert er, „wird maximal 10–15 % der Talfläche einnehmen. Es werden nur einige Dutzend, nicht Hunderte von Bäumen gefällt. Das Mikroklima des Talbodens wird sich nicht wesentlich verändern. Die grüne Lunge bleibt erhalten.“ Die Schlussfolgerung des Anwalts deckt sich mit den Ansichten des Bürgermeisters, des stellvertretenden Bürgermeisters und des Umweltdezernenten Pierluigi Salis. Beide sprachen über den geplanten Stadtpark und die Vision der Hochwasservorsorge als „Instrument, mit dem die Voraussetzungen für die Entwicklung eines bestimmten Gebiets geschaffen werden“.

Gianfranco Meazza antwortet: „ Fast drei Jahre nach seinem Amtsantritt ist die Frage einfach und berechtigt: Was ist das Alternativprojekt, mit welchen konkreten hydraulischen Techniken, welchem Zeitplan, welchen Garantien für eine zertifizierte Wirksamkeit gemäß den PAI-Vorschriften? Bis diese Antwort vorliegt, wird die Sicherheit der Bevölkerung von Sassari auf der Hoffnung auf milde Jahreszeiten beruhen.“

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