Die Lage im GeNa-Institut in Sassari verschärft sich. Dies bestätigt ein kürzlich an die Gewerkschaften gerichtetes Schreiben des einzigen Leiters der Gesundheitseinrichtung für Menschen mit Behinderungen, Renato Giglio. In dem Schreiben ist von einer „Notlage die die Kontinuität der Versorgung der über 100 Patienten und die Arbeitsplatzsicherheit der über 100 Beschäftigten gefährdet“.

Giglio erinnert in der Einleitung daran, dass sich die Opera Gesù Nazareno in einem Insolvenzverfahren befindet, ähnlich einem Verfahren zur Fortführung des Geschäftsbetriebs: Ihr Plan erfordert dringend regionale Maßnahmen, die nicht länger aufgeschoben werden können. Anschließend erläutert er die der Krise zugrunde liegenden Probleme, angefangen bei der fehlenden Aufstockung des Budgets von Ares. „Zum 1. Januar 2026“, schreibt Giglio, „hat sich die Gebührenverteilung auf 70 % Gesundheitskosten und 30 % Sozialbeiträge geändert (Resolution GR 46/25). Der Regionalrat hat jedoch die von Ares Sardegna geforderten Ausgabenobergrenzen für den Einkauf von Dienstleistungen nicht festgelegt, wodurch eine untragbare Finanzierungslücke entstanden ist.“

Schwerpunkt auf der Verschiebung der Tarifanpassung: „Der Beschluss vom 20. Mai 2026 zur Deckung der gestiegenen Lohnkosten sollte rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft treten. Seine Wirksamkeit droht nun auf den 1. Juni 2026 verschoben zu werden, was den Einrichtungen ernsthafte und ungerechtfertigte wirtschaftliche Schäden verursachen könnte.“ Auch hierzu, so Giglio weiter, „wurden keine Maßnahmen zur Aufstockung der Ausgabenobergrenzen ergriffen.“ Abschließend berichtet der Alleinverwalter, dass „die Vereinbarungen vom 6. Juli 2026 missachtet wurden“, in denen, wie er weiter ausführt, „eine klare Vorgehensweise festgelegt war, die die Umstrukturierung des regionalen Gesundheitsbudgets und die Bereitstellung zusätzlicher Mittel zur Deckung der neuen Verteilung vorsah.“

„Die Organisation steht aufgrund eines unannehmbaren Paradoxons kurz vor der Liquidation“, argumentiert Renato Giglio. „Die Krise ist nicht auf Management- oder Finanzmängel zurückzuführen, sondern allein auf das Versäumnis des Ministeriums, den Beschluss zur Anpassung der Ausgabenobergrenzen vorzubereiten, um den im September 2025 und schließlich im Mai 2026 getroffenen Entscheidungen Rechnung zu tragen.“

Der Administrator schließt mit der Aufforderung an die Gewerkschaften, sich mit dem Regionalrat in Verbindung zu setzen und „alle notwendigen gewerkschaftlichen Mobilisierungsmaßnahmen zum Schutz des Sektors“ umzusetzen.

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