San Gavino, eine Nacht der Lähmung in der Notaufnahme: Patienten „auf dem Boden“ in den Gängen, um Unfälle zu vermeiden.
Über 13 Stunden Wartezeit für die 118 aus der Provinz Cagliari und Medio Campidano eintreffenden Mannschaften: Die Kranken waren überall zusammengepfercht.Krankenwagen aus Nuraminis, Samassi, Villasor, Villacidro, Guspini, Pabillonis, San Niccolò d'Arcidano, Mogoro und Sanluri: Sie alle stehen still, zusammen mit ihren Besatzungen, und erleben eine alptraumhafte Nacht in der Notaufnahme des Krankenhauses San Gavino. Nicht nur Cagliari, mit seinen Krankenhäusern Santissima Trinità, Brotzu und Policlinico, erlebt Nacht für Nacht schwierige, fast unerträgliche Nächte: Auch Nostra Signora di Bonaria ist vom Zusammenbruch des Systems betroffen.
In San Gavino ist der Platz jedoch beengter als in den Einrichtungen der Hauptstadt. Die Rettungskräfte, die Patienten einliefern, finden aufgrund des ständigen Zustroms kaum noch Platz. Daher werden Kranke auf Tragen im nächstbesten freien Raum, notfalls auch im Flur, möglichst bodennah, untergebracht. Diese Vorsichtsmaßnahme soll Unfälle verhindern: Im Falle eines Sturzes kann die geringere Höhe schwerwiegendere Folgen abwenden.
Das Problem ist sowohl in Cagliari als auch in der Region Medio Campidano stets dasselbe: Es gibt keine alternativen Behandlungszentren in der Gegend. Patienten werden ausschließlich in die Notaufnahme gebracht. Das Personal der örtlichen Gesundheitsbehörden ist unterbesetzt, und obwohl es versucht, Tests so schnell wie möglich auszuwerten, bricht die Versorgungskette zusammen, sobald ein Notfall eintrifft. Gleichzeitig sind in den verschiedenen Abteilungen keine Betten frei.
Die Rettungskräfte verbringen ihre Schichten mit Warten. Manchmal erfolgt der Wechsel bereits nach einem einzigen Einsatz, da alle weiterhin in der Notaufnahme festgehalten werden: Ein Krankenwagen aus einem Zentrum in der Provinz Cagliari – dies ist nur eines von vielen Beispielen für die gestrigen Ereignisse in San Gavino – brachte den Patienten um 14:00 Uhr ein. Um 20:00 Uhr trafen die Ablösekräfte ein, und der Patient wartete immer noch. Die Rettungskräfte wurden erst um 3:00 Uhr morgens entlassen, dreizehn Stunden nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus.
Das Video ist aus offensichtlichen Gründen unkenntlich gemacht, vermittelt aber einen Eindruck von den Bedingungen, unter denen Patienten und Mitarbeiter (fast) jeden Tag leben.
Unterdessen verkündete Roberto Massazza, Gesundheitsdirektor von ASL 8 : „Die Lage in der Notaufnahme des Santissima Trinità Krankenhauses in Cagliari hat sich nach einigen schwierigen Tagen deutlich verbessert, und derzeit warten fünf Patienten auf eine stationäre Aufnahme. Ein besonderer Dank gilt Präsidentin Todde, die uns in dieser schwierigen Zeit unermüdlich und unschätzbar unterstützt hat.“
