San Francesco, Onkologie in Gefahr: Uil Fp schlägt Alarm
Die Gewerkschaft berichtet von einer zunehmend kritischen Situation innerhalb der komplexen Struktur.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
„Die Onkologieabteilung des San Francesco ist vom Zusammenbruch bedroht.“ Diese Warnung wurde von der Uil (Italienischer Verband der öffentlichen Verwaltung) durch Gewerkschaftsführer Cristian Pasquale Cinellu ausgesprochen, der von einer zunehmend kritischen Situation in der Onkologieabteilung des Krankenhauses in Nuoro berichtet, die durch einen gravierenden Mangel an medizinischem Personal und jüngste Entscheidungen zur Gesundheitsplanung noch verschärft wird.
Die Gewerkschaft kritisiert den von Ares angekündigten einheitlichen Wettbewerb, der die Umsetzung des Verwaltungsbeschlusses 3044 vom 10. November 2025 vorsieht und die dauerhafte Besetzung von 89 Stellen als ärztlicher Direktor regelt. Laut Cinellu wurde jedoch nur eine Stelle der lokalen Gesundheitsbehörde Nuoro (ASL) und sechs Stellen der lokalen Gesundheitsbehörde Oristano (ASL) zugewiesen.
Laut Uil Fp ist diese Prognose angesichts der Situation im Departement San Francesco, wo derzeit nur drei ärztliche Direktoren beschäftigt sind, verglichen mit den sieben, die im Dreijahres-Personalbedarfsplan für 2026–2028 vorgesehen sind, „völlig unzureichend“. Cinellu zufolge „verschärft die Bereitstellung von nur einer Stelle nicht nur die kritische Situation, sondern birgt sogar das Risiko einer Verschärfung“, was auf „eine mögliche Strategie der Personalreduzierung oder gar einer zukünftigen Schließung des Departements“ hindeutet.
Krankheitsbedingte Ausfälle, Urlaub und Versetzungen beeinträchtigen den Betrieb zusätzlich und reduzieren die tatsächliche Personalstärke weiter. „Wer sich für Nuoro entscheidet“, betont die Gewerkschaft, „muss sich darüber im Klaren sein, dass er ein äußerst kritisches Umfeld betritt, ähnlich dem der derzeitigen Führungskräfte, die unter extremen Bedingungen arbeiten müssen.“
Die UIL hebt zudem hervor, wie die Art des Wettbewerbs Nuoro benachteiligen könnte. Bewerber können nur einen Standort wählen, und laut Gewerkschaft werden sich viele zwangsläufig für Standorte mit mehr offenen Stellen und besser strukturierten Personalstrukturen entscheiden, wie beispielsweise Oristano. Diese Standorte würden in der Tat „eine bessere Arbeitsorganisation, nachhaltigere Schichten und größere Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung“ bieten.
In dem Dokument thematisiert die UIL auch die finanziellen Anreize für benachteiligte Standorte. Für die lokalen Gesundheitsbehörden Gallura und Medio Campidano wurden den ärztlichen Leitern zusätzliche Vergütungen auf Grundlage von Unternehmensvereinbarungen gewährt, die mit dem Fonds für den Betrieb von Krankenhäusern in besonders benachteiligten Gebieten verknüpft sind. „Warum wurde dies angesichts des akuten Ärztemangels nicht auch für Nuoro getan?“, fragt die Gewerkschaft.
UIL verweist außerdem auf die Richtlinien des regionalen Gesundheitsministeriums vom 27. April 2026, in denen die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von medizinischem Managementpersonal in abgelegenen und benachteiligten Gebieten hervorgehoben werden. Das Ministerium hatte Ares und die lokalen Gesundheitsbehörden außerhalb der Ballungsräume dringend aufgefordert, wettbewerbsorientierte Auswahlverfahren einzuleiten, die dem tatsächlichen Personalbedarf entsprechen, um Ungleichgewichte bei der Verteilung von Fachkräften zu vermeiden und eine einheitliche Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.
Besorgniserregend sind zudem die Ergebnisse der Rangliste für den einheitlichen öffentlichen Wettbewerb, der mit Verwaltungsbeschluss 1204 vom 11. Mai 2026 bestätigt wurde. Laut Gewerkschaft zeigt eine Analyse der Rangliste, dass für die lokale Gesundheitsbehörde Nuoro lediglich zwei noch nicht spezialisierte Kandidaten die Voraussetzungen erfüllen. Darüber hinaus belegen zwei derzeit in Nuoro tätige ärztliche Leiter in anderen Ranglisten Spitzenplätze: einer den ersten Platz in Oristano und der andere den zweiten Platz in der Rangliste der lokalen Gesundheitsbehörde Gallura.
„Diese Situation bestätigt und verschärft die ohnehin schon kritische Personalsituation in der Onkologieabteilung des San Francesco“, betont die Uil und spricht von einem „konkreten Risiko einer weiteren Verringerung des medizinischen Personals und der damit einhergehenden Gefährdung der Kontinuität der Patientenversorgung“.
Aus diesem Grund fordert die Gewerkschaft eine deutliche Aufstockung der Stellen im Nuoro-Büro, darunter mindestens drei zusätzliche Stellen neben der bereits ausgeschriebenen. Gleichzeitig drängt sie auf eine gemeinsame Lösung, um die Versetzung der beiden derzeitigen ärztlichen Leiter zu verhindern, die als unerlässlich für die Kontinuität und Qualität der onkologischen Versorgung in der Region gelten.
