Rekordhitzewellen erhöhen das Risiko für sonnenexponierte Arbeiter: „Wir brauchen Regeln.“
Die Gewerkschaft Uil Sardegna ist besorgt über die hohen Temperaturen: „Dies ist kein einmaliger Notfall.“ Sie appelliert an die Region.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Die am 19. Juli in Orani gemessenen Rekordtemperaturen von 48,4 Grad Celsius bereiten Uil Sardegna große Sorgen. Die Gewerkschaft schlägt Alarm: „Angesichts dieser Werte können wir extreme Hitze nicht länger als gelegentlichen Notfall betrachten“, so Fulvia Murru , Generalsekretärin der Gewerkschaft. „Sie entwickelt sich zu einem Zustand, der auch unsere Arbeitsorganisation verändert. Bei 45 oder 48 Grad kann man nicht einfach so weiterarbeiten, als wäre nichts geschehen.“
Die UIL erkennt die Bedeutung der regionalen Verordnung für den Sommer 2026 an. Für die Gewerkschaft reichen jedoch jährliche Notfallmaßnahmen nicht mehr aus. „Wir können nicht jeden Sommer auf die neue Verordnung warten“, so die Gewerkschaft weiter. „Wir schlagen vor, dass die Region Gespräche mit Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, dem INAIL (Nationales Institut für Versicherung gegen Arbeitsunfälle), der Arbeitsaufsichtsbehörde, dem Gesundheitswesen und dem Katastrophenschutz aufnimmt, um ein dauerhaftes regionales Protokoll für Arbeiten unter extremen Wetterbedingungen zu entwickeln.“
Laut Uil Sardegna sollte das Protokoll klare und einheitliche Risikoschwellenwerte festlegen, die Umplanung von Arbeitszeiten und Schichten ermöglichen, Pausen und Erholungszeiten verlängern, für Wasser, Schattenplätze und ausreichend gekühlte Umgebungen sorgen, die Rotation der Arbeitsplätze fördern und die Einstellung der Tätigkeiten vorsehen, wenn die Wetterbedingungen ein sicheres Weiterarbeiten unmöglich machen.
Für die Gewerkschaft ist die Einkommenssicherung weiterhin von entscheidender Bedeutung. „Kein Arbeitnehmer darf gezwungen werden, zwischen seiner Gesundheit und seinem Lohn zu wählen“, stellt Murru klar. „Wenn die Arbeit aufgrund von Hitzewellen eingestellt werden muss, müssen Maßnahmen ergriffen werden, die das Einkommen vollständig garantieren. Andernfalls besteht die Gefahr, dass insbesondere die am stärksten gefährdeten und prekär Beschäftigten weiterarbeiten, obwohl sie es nicht sollten.“
Die Gewerkschaft betont: „Die Arbeitssicherheit muss den Klimawandel berücksichtigen.“ Sie fordert die Region auf, die Sozialpartner in den kommenden Wochen zusammenzubringen: „Nutzen wir Herbst und Winter, um neue Regeln zu entwickeln, damit wir für den nächsten Sommer gerüstet sind.“
(Unioneonline/AD)
