Schulen und Stadtparks sind geschlossen, die Überwachung der Küstenstraßen wurde verstärkt, und es kann zu Verkehrsänderungen kommen. Derzeit werden noch Szenarien erarbeitet, doch angesichts des sich nähernden Unwetters ist eine vorausschauende Planung unerlässlich. Die Insel ist besorgt über den Mittelmeerzyklon, der in den nächsten Stunden erwartet wird und voraussichtlich besonders stark ausfallen wird. Am stärksten betroffen sind die Südostküste und die Region um Sarrabus . Ein neuer Wetterbericht mit der offiziellen Festlegung der Warnstufe (orange oder rot) wird heute um 14:00 Uhr erwartet.

Unterdessen fand gestern ein Krisengipfel statt. Der Generaldirektor des regionalen Katastrophenschutzes, Mauro Merella , und die regionale Umweltbeauftragte , Rosanna Laconi, beriefen eine Videokonferenz ein, um die aktualisierte Wettervorhersage vorzustellen und die Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen zur Minderung potenzieller Risiken für die Bevölkerung zu bewerten. Die Wetterlage wird weiterhin mit höchster Aufmerksamkeit verfolgt und ihre möglichen Folgen werden analysiert.

Zu den in Betracht gezogenen Optionen gehört die Sperrung der State Road 195 und anderer besonders exponierter Küstenstraßen für den Verkehr.

Laut Warnung des regionalen Katastrophenschutzes werden von heute Abend bis Mittwoch, den 21. Januar, insbesondere im Osten und Süden Sardiniens, starke Winde, Sturmfluten und verbreitete Regenfälle, darunter Schauer und vereinzelte Gewitter, erwartet. Die Unwetterwarnung gilt von Sonntag, 18:00 Uhr, bis Mittwoch, 18:00 Uhr.

Die stärksten Regenfälle werden zwischen Montag und Dienstag erwartet, wobei Schauer und schwere Gewitter möglich sind. Ab Montagmorgen werden zudem starke Winde auf der gesamten Insel erwartet , mit Böen bis zu Sturmstärke in Sulcis Iglesiente und im südlichen Campidano. Die Kombination aus Wellengang und ablandigem Wind kann zu einem deutlichen Anstieg des Meeresspiegels entlang der Küsten des Golfs von Cagliari führen, mit hohen Wellen und Sturmfluten. Im Westen und Nordwesten Sardiniens werden diese Ereignisse hingegen voraussichtlich weniger intensiv und vereinzelt auftreten.

(Unioneonline/vf)

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