Anlagenstillstände, IGCC-Neustarts, Überschreitungen des täglichen Fackelgasgrenzwerts, Fackelrauch und andere Anomalien: Sarlux hat der Gemeinde Sarroch 19 Meldungen über Probleme im Kraftwerk zukommen lassen, die zwischen März und Juni festgestellt wurden.

Dies gab das Bürgerkomitee von Sarroch für Umwelt- und Gesundheitsschutz bekannt, das auf eine am 2. Juni versandte E-Mail mit der Bitte um „ Aufklärung über den sichtbar hohen und anhaltenden Betrieb der Fackeln des Kraftwerks“ eine Antwort erhalten hatte.

Laut dem Ausschuss verändern die Daten das Bild grundlegend: Es ging nicht um bloße Wahrnehmungen der Bürger. Die Gemeinde erhielt offizielle Mitteilungen des Betreibers. Die hohen Flammen, Grenzwertüberschreitungen, Abschaltungen und Neustarts waren Gegenstand aufgezeichneter technischer Kommunikation. Die Gemeinde wusste Bescheid. Die Frage ist: Was hat sie unternommen?

Der Ausschuss behauptet, die Gemeinde habe die Dokumente weitergeleitet, aber nicht erläutert, was sie damit bezweckte: „Sie scheint keine eigenständige Antwort auf die an den Bürgermeister und die Gemeindeverwaltung gerichteten Fragen gegeben zu haben. In der zertifizierten E-Mail des Ausschusses wurde nicht einfach nur nach Dokumenten gefragt. Darin wurde der Bürgermeister um Aufklärung gebeten: ob ihm der häufige und anhaltende Einsatz der Fackeln bekannt war; ob er die Sarlux-Mitteilungen geprüft hatte; ob die Gemeinde den Leiter um Klärung gebeten hatte; ob ARPAS aktiviert worden war; ob das örtliche Gesundheitsamt, die Präfektur, die Region oder die Feuerwehr eingeschaltet waren; ob Umwelt-, Gesundheits- oder Katastrophenschutzprüfungen durchgeführt worden waren; ob die Öffentlichkeit informiert worden war; und warum keine öffentliche Mitteilung an die Bürger erfolgt war.“

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