Emanuele Ragnedda wurde wegen des Mordes an Cinzia Pinna, der sich am 12. September auf dem Anwesen Conca Entosa (Palau) ereignete, vor Gericht gestellt.

Der Geschäftsmann aus Arzachena wird am 10. November zur ersten Anhörung im Prozess vor dem Schwurgericht erscheinen.

Die Verteidigung

„Ich habe mich gegen eine Bedrohung verteidigt und bin selbst zur Bedrohung geworden. Ich hätte sie nicht ins Auto lassen dürfen, ich hätte die Waffe nicht nehmen dürfen. Ich hätte so vieles nicht tun dürfen.“ Verteidiger Luca Montella nutzte die Worte von Emanuele Ragnedda, um Richterin Federica Di Stefano die Version des Angeklagten darzulegen. Laut den Strafverteidigern Gabriele Satta und Luca Montella erschoss Emanuele Ragnedda am 12. September des vergangenen Jahres in dem Haus in Conca Entosa Cinzia Pinna als Reaktion auf einen Angriff. Die Verteidigung stellte ihre Anträge in der letzten Phase des Verfahrens.

Die Anschuldigung

Staatsanwältin Noemi Mancini äußerte sich heute Morgen und forderte die Anklageerhebung gegen den Geschäftsmann aus Arzachena. Sie äußerte sich besonders scharf und betonte, der Angeklagte habe die Absicht gehabt, das Opfer zu töten. Laut ihrer Rekonstruktion feuerte der Angeklagte drei Schüsse in das Gesicht eines wehrlosen, durch Drogen- und Alkoholkonsum beeinträchtigten und wehrlosen Mannes. Es handele sich daher um ein Verbrechen ohne Motiv und ohne jegliche Rechtfertigung oder mildernde Umstände.

Auch die Anwälte der Nebenkläger, Nino und Antonella Cuccureddu, ergriffen das Wort. Sie vertraten die Angehörigen von Cinzia Pinna, und Nicoletta Mani vertrat Luca Franciosi, das mutmaßliche Opfer einer in Ragnedda angefochtenen Verleumdung.

Die Entscheidung der Vorverhandlungsrichterin Federica Di Stefano erging kurz vor 18 Uhr.

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