„Pocos, locos y mal unidos.“ Die berühmte spanische Redewendung, die der Historiker Francesco Cesare Casula einem Bischof des 16. Jahrhunderts zuschreibt – der damit die Sarden beschrieb –, in der weiblichen Form (poche, verrückt und uneinig) zu verwenden, beschreibt die Radwege von Cagliari perfekt. Und nicht nur das, die Adjektive sollten auch „gefährlich“ enthalten.

Für und Wider

Nachhaltige Mobilität spaltet das politische Spektrum und spaltet die Gemüter in zwei Lager: Befürworter und Gegner. Die einen werfen ihr vor, Parkplätze zu „rauben“, das Verkehrschaos zu verschärfen und dem Handel zu schaden; die anderen wünschen sich mehr Komfort und Funktionalität, sowohl für den Arbeitsweg als auch für die Freizeit am Sonntag.

Die Karte

Eines ist sicher: 41 Kilometer Radwege bei insgesamt 600 Kilometern Stadtstraßen sind nicht viel. Trotz ihrer geringen Länge, die eine Optimierung erfordern würde, werden die Wege nur von wenigen Menschen genutzt. Die Gründe dafür liegen in der Funktionalität der Strecken: komplizierte, gefährliche und unzusammenhängende Routen sowie Autos, die die Radwege häufig zum Parken nutzen.

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