Quartus Projekt für eine städtische Bibliothek gewinnt Preis in Barcelona.
Es erhielt eine lobende Erwähnung bei den Friendly and Inclusive Spaces Awards 2026.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Es war eines der ersten NRRP-Projekte auf der Insel, im Auftrag der Gemeinde und mit EU-Mitteln finanziert. Als Premiere für die Stadtbibliothek in der Via Dante erhielt es zudem eine weitere Auszeichnung: Das Projekt zur Verbesserung der Barrierefreiheit der Mediathek – entwickelt von den Architekten Francesco Cocco, Francesca Raimondi und Dora Uricchio – wurde bei den „Friendly and Inclusive Spaces Awards 2026“, die im Rahmen des Weltkongresses der Architekten in Barcelona verliehen werden, mit einer lobenden Erwähnung ausgezeichnet. Diese wichtige Auszeichnung würdigt Projekte, die sich durch die Schaffung barrierefreier und inklusiver Räume auszeichnen, die allen Menschen unabhängig von Alter, körperlichen oder sensorischen Fähigkeiten oder persönlichen Umständen offenstehen.
Wie die Architekten erläutern, interpretierte das Projekt Barrierefreiheit als Gesamtqualität eines Raumes und berücksichtigte dabei Orientierung, Benutzerfreundlichkeit, angenehmes Raumklima und die Zugänglichkeit für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Ziel war es, die Bibliothek im urbanen Kontext sofort erkennbar zu machen – mit klaren Zugängen, intuitiven Wegen und einer Umgebung, die spontane Nutzung, Begegnungen und kulturelle Teilhabe fördert. Die Innenräume wurden durch die Schaffung funktionaler Bereiche und Mikroräume zum Lesen, Lernen, für soziale Kontakte und kulturelle Aktivitäten neu organisiert. Bereiche, die traditionell der Beratung dienten, existieren nun neben kollaborativen und informellen Bereichen, während modulare Möbel und flexible Raumaufteilungen es ermöglichen, die Bibliothek an Veranstaltungen, Workshops und verschiedene Nutzungsarten anzupassen.
In ihrer Preisbegründung hob die internationale Jury hervor, wie das Projekt „über die bloße Einhaltung von Vorschriften hinausging und in Zusammenarbeit mit Bibliothekaren und Experten einen zugänglichen, einladenden und inklusiven öffentlichen Raum schuf“. Die Jury würdigte außerdem „die Komplexität des Eingriffs in ein denkmalgeschütztes Gebäude und den Wert des erzielten Ergebnisses, das Inklusion, Raumqualität und wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Projekts vereint“, und hob hervor, wie die Bibliothek nun „funktional, sozial lebendig und gut in ihren städtischen Kontext eingebunden“ sei.
Die in Barcelona erhaltene Anerkennung stellt eine der wenigen internationalen Auszeichnungen dar, die einem italienischen Projekt verliehen wurden, das sich speziell dem Thema inklusiver und barrierefreier Räume widmet, und bestätigt die Rolle der Barrierefreiheit als Instrument für Innovation bei der Gestaltung öffentlicher und kultureller Räume.
