Plastikabfälle aus Pula und anderen Zentren im Gemeindeverband Nora-Bithia werden nach Isili transportiert – eine temporäre Lösung, die das Problem behebt.

Der Notstand entstand in den letzten Tagen durch die Aussetzung der Sammlung von Plastikverpackungen in den von der Firma Gesenu bedienten Gemeinden, was die lokalen Verwaltungen zwang, die Region um sofortige Unterstützung zu bitten.

Der Bürgermeister von Pula, Walter Cabasino , Eine Mitteilung wurde an die Präfektin Paola Dessì, an die Präsidentin der Region Alessandra Todde, an die Regionalrätin für Umweltschutz Rosanna Laconi und, zur Kenntnisnahme, an den Regionalrat für Tourismus Franco Cuccureddu gesendet, in der um Aufmerksamkeit und schnelles Eingreifen zur Bewältigung des Notfalls gebeten wird.

„Ich habe die Behörden um sofortiges Eingreifen gebeten, da diese Situation erhebliche Unannehmlichkeiten für die Anwohner und die vielen Touristen in der Region zu dieser Jahreszeit verursachen könnte“, sagt Cabasino. „Solange das Werk von So.Ma.Ricicla im Industriegebiet Macchiareddu, wo Gesenu seinen Kunststoff anliefert, nicht wieder den Normalbetrieb aufnimmt, kann Isili nur als Notlösung betrachtet werden, da es nur für kurze Zeit Material aus dem Gemeindeverband Nora-Bithia abholen kann.“

Die Entscheidung Gesenus in den letzten Tagen steht im Zusammenhang mit der schweren Krise im nationalen Kunststoffrecyclingsektor , die zu einem vorübergehenden Lieferstopp geführt hat. Dieses landesweite Problem hat die lokalen Behörden zum Handeln gezwungen.

Cabasino analysiert die Situation und erklärt, wie die Verlagerung der Plastikentsorgung nach Isili anstatt nach Macchiareddu die Kosten der Abfallgebühr (TARI) unweigerlich erhöhen wird : „Durch die höheren Treibstoffkosten für Fahrzeuge, die gezwungen sind, deutlich mehr Kilometer als üblich zurückzulegen, steigen auch die Kosten für die Plastikentsorgung. Das Hauptproblem besteht darin, dass derzeit nicht absehbar ist, wann die Anlage in So.Ma.Ricicla wieder in Betrieb gehen wird und gleichzeitig, wie lange die Anlage in Isili noch Abfälle aus Pula, Villa San Pietro, Domus de Maria und Teulada sammeln kann. Dass dies mitten im Sommer passiert ist, verschärft die Lage zusätzlich: Fehlende Entsorgungsmöglichkeiten für Plastikmüll würden nicht nur ein Problem der öffentlichen Ordnung, sondern auch der Gesundheit und Hygiene darstellen und Familien, die in kleinen Wohnungen ohne Garten leben, zusätzlich belasten.“

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