Schäden in Höhe von über zwei Millionen Euro – ein Wettlauf gegen die Zeit, um die durch Hurrikan Harry verursachten Schäden vor Beginn der Sommersaison zu beheben : Während die Gemeinde auf die von der Region zugesagten Gelder wartet, hat sie bereits mit Aufräum- und Wiederherstellungsarbeiten in den betroffenen Gebieten begonnen. Neben dem archäologischen Gebiet, wo die Denkmalschutzbehörde die Sturmflutschäden begutachtet, zahlt Pula einen hohen Preis für die Katastrophe, die die Küste im letzten Monat heimgesucht hat.

„Gemeindemitarbeiter und zahlreiche Freiwillige sind fleißig dabei, die Strände und die umliegenden Gebiete zu reinigen“, sagt Bürgermeister Walter Cabasino. „Unsere Büros haben soeben die technischen Spezifikationen für die wichtigsten Projekte fertiggestellt, für die wir hoffentlich baldmöglichst Unterstützung von der Region erhalten. Die Küstenstraße von Santa Margherita ist unpassierbar, ebenso wie die Straße zum Sardischen Haus in Nora. Zahlreiche Restaurierungsprojekte sind im Gange, insbesondere im Bereich oberhalb der Kirche Sant’Efisio, wo es statt einer Treppe nun steil abfällt.“

Elisabetta Loi, stellvertretende Bürgermeisterin und Stadträtin für öffentliche Arbeiten, betont die Unmöglichkeit eines früheren Eingreifens zur Aufräumung des Gebiets: „Aufgrund des schlechten Wetters konnten wir einen Monat lang nichts tun. Derzeit wird der Strand gereinigt, wo Sturmfluten allerlei Unrat angespült haben. Der Sommer naht, und es gibt viele Notfälle. Die Treppe zum Strand von Abamar ist verschwunden, und die Mauer unterhalb des Cala d'Ostia-Turms ist beschädigt. Wir hoffen, dass die Region bald Unterstützung erhält.“

Von den Oppositionsbänken drängen die Stadträte von Siamo Pula den Stadtrat jedoch, nicht auf regionale Gelder zu warten: „Die Mittel von Region und Staat werden kommen. Die Gemeindekasse reicht nicht aus, aber es stimmt ebenso, dass Haushaltsmittel genutzt werden können, um ähnliche Katastrophen einzudämmen und eine schnelle Rückkehr zur Normalität zu gewährleisten. In Ausnahmefällen müssen auch die Verfahren außergewöhnlich sein. Wir müssen verstehen, dass wir uns in einem absoluten Notstand befinden. Unsere Küstenabschnitte sind viel zu lange „gesperrt“ geblieben, ohne dass Aufräumarbeiten durchgeführt wurden und ohne die Bürger, Schulen und Vereine einzubeziehen. Holz, Plastik und Müll hätten mit Handarbeit und organisierten Freiwilligen sofort entfernt werden können, um die Küste schnell wieder der Gemeinde zugänglich zu machen, genau wie es 2013 während des Zyklons Cleopatra geschah.“

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