Die jüngste Unwetterfront hat Sardinien getroffen, in höheren Lagen schneit es.

Der einzige Skilift auf dem Gennargentu bleibt zwar geschlossen, aber nach einem Hauch von Frühling auf dem höchsten Gebirge der Insel holen einige am letzten Wochenende dieser langen Wintersaison, die im November mit weißen Flocken in Gallura begann, wieder ihre Schneeschuhe und Schlitten hervor.

Auf den höchsten Bergen der Nuoro-Region fielen nach drei Tagen Niederschlag mindestens zehn Zentimeter Schnee. Die Landschaft ähnelt der im Januar und Februar, die Temperaturen liegen weiterhin unter dem Gefrierpunkt, steigen aber leicht an. Auch im Jahr 2024 schneite es am 25. April spät, und im April 2003 gab es einen historischen Kälteeinbruch, ähnlich dem von 1991, der der Insel ebenfalls Schneeflocken brachte.

„Dieses Jahr erleben wir in den Ebenen starke Regenfälle, die Flüsse über die Ufer treten lassen können“, erklärt Lorenzo Tedici, Medienmeteorologe bei iLMeteo.it, „ ungewöhnliche Schneefälle in den Bergen und ungewöhnliche Temperaturen, die bis zu 5–7 °C unter dem saisonalen Durchschnitt liegen. Während sich im Nordwesten Italiens die Wolken flächendeckend aufklaren, bleibt es im Rest des Landes grau und von starken Winden geprägt. Auch im Osten Sardiniens wird mit Niederschlägen gerechnet.“

Doch die Wettermodelle deuten ab Freitag auf eine deutliche Wetterwende hin: Das Wetter wird allmählich trockener, selbst in dem Teil Italiens, der derzeit von Unwettern heimgesucht wird. In wenigen Stunden macht sich das Azorenhoch bemerkbar und erreicht am Ostermontag seine volle Stärke. Der Schnee in höheren Lagen beginnt zu schmelzen, und die Kälte weicht dem Sommer. Der lang ersehnte Frühling lässt am Samstag endlich auf sich warten: viel Sonnenschein, nachlassender Wind und deutlich steigende Temperaturen. Der Ostersonntag markiert den Höhepunkt dieses wiederentdeckten Frühlings. Wir erleben eine wahre Steigerung des guten Wetters mit fast überall Sonnenschein und Temperaturen, die die 25-Grad-Marke erreichen könnten.

Gute Nachrichten für Cagliari, das laut einer Analyse von iLMeteo.it trotz seiner generell trockenen Natur in 35 % der Fälle ein regnerisches Osterfest erlebte, bedingt durch das Aufeinandertreffen verschiedener Luftmassen. In 55 % der Fälle wehte zudem Wind, wobei die Böen teilweise 100 km/h erreichten.

(Unioneonline/D)

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