Oristano, die Anhörung zur Tagesisolation von Cesare Battisti: Der ehemalige Terrorist wird per Videoschaltung zugeschaltet.
Aus dem Gefängnis von Massa Carrara, wo er eine lebenslange Haftstrafe verbüßt, rekonstruierte er die Anfangszeit seiner Haft in Massama.Ein Archivfoto von Cesare Battisti (ANSA/ISABELLE SIMON)
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Im Mittelpunkt einer Anhörung vor dem Gericht in Oristano stand der Fall des ehemaligen Terroristen Cesare Battisti, der während seiner Haft in Massama tagsüber in Einzelhaft gehalten wurde.
Battisti schaltete sich per Videoanruf aus dem Gefängnis Massa Carrara zu, wo er eine lebenslange Haftstrafe verbüßt, und schilderte den Beginn seiner Haftzeit in Massa Carrara, als er tagsüber in Einzelhaft saß. Diese Haftstrafe dauerte weit über sechs Monate hinaus, nämlich von Januar 2019 bis September 2020, wie auch sein Anwalt Gianfranco Sollai bestätigte.
Die Staatsanwaltschaft, die derzeit gegen Unbekannt wegen Amtsmissbrauchs ermittelt, hat beantragt, das Verfahren einzustellen, und argumentiert, Battisti habe seiner Verbleib in Massama zugestimmt.
In Wirklichkeit, so erklärte Anwalt Sollai, habe Battisti darum gebeten, von einem seiner Anwälte (einer davon ist der Mailänder Davide Steccanella) oder von seiner Familie kontaktiert zu werden, andernfalls wäre er zwar in Massama geblieben, aber unter anderen Bedingungen. „Sie ließen mich nicht einmal für eine Stunde frische Luft schnappen“, sagte er.
Der Anwalt betonte zudem, dass die Strafvollzugsbehörde (DAP) konkrete Anweisungen zur Gewährleistung des Rechts auf soziale Integration und therapeutische Umerziehung erteilt habe. Sollai beantragte weitere Ermittlungen wegen angeblicher Pflichtverletzung. Richterin Serena Corrias behielt sich ihre Entscheidung vor.
