Notaufnahme Gallura: Acht von 35 Fachärzten im Dienst
Der Bürgermeister von Calangianus, Fabio Albieri: „Unsere Gemeinden wurden getäuscht.“(Foto des Ansa-Symbols)
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Die Notfallmediziner in Gallura arbeiten seit Monaten Schicht um Schicht, bis zu 50 Stunden pro Woche, und stehen mit dem Auslaufen der Verträge der „Alibi-Mitarbeiter“ unter Druck.
Die lokale Gesundheitsbehörde Olbia (ASL) beschäftigt acht festangestellte Ärzte, benötigt aber mindestens 35. Die Notaufnahme in Tempio ist der Brennpunkt einer dramatischen Situation. In den letzten Wochen musste sie aufgrund von Personalmangel geschlossen werden, und eine dauerhafte Schließung (oder Umwandlung in eine Erste-Hilfe-Station) wird erwogen.
Die lokale Gesundheitsbehörde Olbia (ASL) hat diese Option ausgeschlossen: „Wir arbeiten an einer Lösung. Erste Maßnahmen umfassen die Einrichtung einer neuen Stelle in einer eigens dafür eingerichteten Einheit für die Notaufnahme in Tempio Pausania, die seit Februar letzten Jahres besteht. Innerhalb weniger Wochen wird eine weitere Stelle für einen Arzt/eine Ärztin besetzt, der/die Schichten in Olbia und Tempio übernimmt. Parallel dazu haben wir die Ausschreibung für freiberufliche Positionen in der Notaufnahme Gallura wiedereröffnet. Bisher sind drei Bewerbungen eingegangen. Wir haben beschlossen, die Ausschreibung offen zu halten, um die Besetzung neuer Stellen zu beschleunigen, falls Ärzte/Ärztinnen Interesse bekunden. Eine neue Ausschreibung wird in Kürze veröffentlicht, um den Kreis der interessierten Ärzte/Ärztinnen zu erweitern.“ Während wir auf die Entwicklungen im regionalen Aufruf zur Personalbesetzung in Notaufnahmen und den Abschluss des Vertrags mit dem externen Dienstleister warten, konzentriert sich unsere Arbeit auf die Suche nach verfügbarem Personal. Daher besteht keine Absicht, den Dienst zu schließen. Wir betonen erneut, dass er weiterhin geöffnet ist.
Das stimmt alles, doch die seit Februar letzten Jahres in der Einrichtung ansässige Einheit kann nur leichtere Fälle behandeln, und es besteht weiterhin keine Gewissheit über die Einstellung weiterer Ärzte. Der Bürgermeister von Calangianus, Fabio Albieri, kommentiert: „Vor einigen Jahren wurde uns zugesichert, dass die Notaufnahme des Paolo-Dettori-Krankenhauses in Tempio verstärkt würde; sie sollte eine Garantie für die gesamte Alta Gallura sein. Angesichts der fortschreitenden Demontage von Abteilungen und Dienstleistungen des Krankenhauses erleben wir jedoch leider dessen Abbau. Es fehlen Ärzte, um den Betrieb der Abteilung zu gewährleisten, und die Radiologie arbeitet nachts nicht. All dies geschieht inmitten der Unsicherheit über die Ernennung des Direktors der örtlichen Gesundheitsbehörde.“
