Die Wunden des Massakers in Crans-Montana in der Silvesternacht schmerzen noch immer. Gut einen Monat nach der Tragödie, bei der 41 Menschen in der Schweiz ums Leben kamen, bereitet sich Cagliari auf verschärfte Sicherheitsmaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen und Gastronomiebetrieben vor. Vor diesem Hintergrund kündigte die Präfektin von Cagliari, Paola Dessì , eine Überprüfung der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen in Betrieben an, die einer aktuellen Richtlinie des Innenministeriums entspricht. Ziel ist es, Risikosituationen zu vermeiden und angemessene Sicherheitsbedingungen für Mitarbeiter und Gäste zu gewährleisten, die – wie im Fall der Bar „Le Constellation“ – oft sehr jung sind.

Das Thema wird morgen, am 3. Februar, in der Sitzung des Provinzkomitees für öffentliche Ordnung und Sicherheit behandelt. Das Komitee wurde einberufen, um die Lage auf Provinzebene zu überprüfen und eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen nicht nur Kontrollen, sondern auch die Einhaltung von Vorschriften und die Verantwortung von Unternehmern. Auch Wirtschaftsverbände werden voraussichtlich teilnehmen und sind aufgerufen, gemeinsam das Bewusstsein der Unternehmer für die Einhaltung von Vorschriften und Sicherheitsmaßnahmen weiter zu stärken.

Emanuele Frongia, Präsident von Fipe Sud Sardegna , äußerte sich ebenfalls zu dem Thema. Nach der Tragödie in der Schweiz bekräftigte er eindringlich die Notwendigkeit, Unternehmer und Aufsichtsbehörden zur Mitverantwortung aufzurufen, und forderte ein „Verbot von Feuerwerkskörpern sowie strenge Regeln gegen illegale Betreiber“.

Auf der Tagesordnung des Komitees steht auch das Stadtzentrum im Fokus , wo die hohe Dichte an Clubs und kommerziellen Aktivitäten das Gleichgewicht zwischen Nachtleben und Sicherheit heikler macht.

(Unioneonline/vf)

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