Schulen, Vereine, Bürger und Institutionen arbeiten gemeinsam daran, Beziehungen und soziale Kontakte zu verbessern. In Mulinu Becciu wurde der „Gemeinschaftliche Bildungspakt“ unterzeichnet, ein Projekt, das vor anderthalb Jahren ins Leben gerufen wurde und an dem 23 lokale Organisationen beteiligt sind, um ein stabiles Netzwerk im Viertel aufzubauen.

„Die Menschen fühlen sich einsam, isoliert und ein wenig vergessen“, sagt Marta Chessa, Vizepräsidentin der Sozialgenossenschaft Panta Rei Sardegna, die das von der Fondazione di Sardegna geförderte Projekt koordinierte. „Es haben sich konkrete Bedürfnisse herauskristallisiert: soziale Treffpunkte für junge Menschen, die Vernetzung der Menschen und der Wunsch, die Nachbarschaft wieder zusammenzubringen. Ziel ist es, das Wohlbefinden der Gemeinschaft zu fördern und niemanden zurückzulassen.“

Der Pakt wurde nicht nur von Organisationen und Verbänden, sondern auch von Bürgern, Familien und Kindern unterzeichnet. Zu den Unterzeichnern gehörte auch die Universität Cagliari, die damit erstmals einem Pakt für kommunale Bildung beitrat. „Wir sind der Ansicht, dass die Universität in der Gemeinde stärker präsent sein sollte“, erklärt Prorektor Fabrizio Pilo. „Gerade in Gebieten mit den höchsten Schulabbrecherquoten ist es wichtig, vor Ort zu sein und praxisnahe Lernwege zu schaffen.“

Für Stadträtin Giulia Andreozzi hat die Rolle der Schule im Viertel weiterhin oberste Priorität: „Die Schule muss wieder zu einem zentralen Anlaufpunkt für die Gemeinde werden, und die Anwohner müssen sie dabei unterstützen.“ Nach der Unterzeichnung feierte das Viertel mit Musik, Basketball und gemeinsamen Aktivitäten im öffentlichen Raum von Mulinu Becciu.

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