Bis Ende Oktober könnten die beiden Staatsanwälte, die die Ermittlungen im Mordfall Leonardo Mocci, des 24-Jährigen aus Villacidro, der in der Nacht vom 22. auf den 23. April in Monserrato getötet wurde, koordinieren, ihre Untersuchung abschließen und beim Untersuchungsrichter formell einen Antrag auf sofortige Hauptverhandlung stellen. Nach der Festnahme der vier mutmaßlichen Räuber, die den Mord an dem jungen Mann und einem Freund unter dem Vorwand, ihm drei Kilogramm billiges Haschisch zu verkaufen, geplant haben sollen, beauftragte die Staatsanwaltschaft die Carabinieri RIS-Einheit mit der Untersuchung der am Tatort sichergestellten Zigarettenkippen sowie der Auswertung der Mobiltelefone der Verdächtigen. Nach Abschluss dieser Untersuchungen könnten die Staatsanwälte Enrico Lussu und Diana Lecca einen Antrag auf sofortige Hauptverhandlung stellen. Dieses Verfahren ermöglicht es, den Fall direkt vor Gericht zu bringen und die Vorverhandlung zu umgehen, und kann angewendet werden, wenn die Staatsanwaltschaft der Ansicht ist, über ausreichend Beweise zu verfügen.

Der Kassationshof

Unterdessen befindet sich Nicholas Minio, 23, aus Monserrato, der im Verdacht steht, der junge Mann zu sein, der während des Raubüberfalls einen Schuss auf Moccis Herz abgab, weiterhin im Gefängnis, ebenso wie seine mutmaßlichen Komplizen: die Brüder Gianmarco und Filippo Tunis, 24 und 20, aus Pirri, und Daniel Campus, 22, aus Quaurtu.

Das Berufungsgericht wies die Berufung der vier Angeklagten gegen ihre Untersuchungshaft zurück, doch Minios Anwälte legten Berufung beim Obersten Kassationsgericht ein.

Francesco Pinna

Alle Details zu L'Unione Sarda im Zeitschriftenhandel und auf Unione Digital

© Riproduzione riservata