Mordfall Mocci: Das Verteidigungsteam der Tunis-Brüder beantragt deren Freilassung vor dem Berufungsgericht: „Es gibt keine Beweise gegen sie.“
Die Anwälte halten die Anordnung für „widersprüchlich“. Auch für den dritten mutmaßlichen Komplizen, Daniele Campus, wird eine Anhörung stattfinden.Die RIS am Tatort, im Leonardo-Mocci-Panel
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Die Anhörung zur Überprüfung des vorsorglichen Haftbefehls, der die Brüder Gianmarco und Filippo Tunis wegen des Mordes an Leonardo Mocci in Monserrato in der Nacht des 23. April ins Gefängnis brachte, fand heute Morgen statt.
Vor dem Freiheitsgericht sprach der Verteidiger Riccardo Floris fast zwei Stunden lang und focht den Inhalt der Anordnung sowie die von Staatsanwalt Enrico Lussu vorgebrachten Elemente vehement an. Diana Lecca legte der Untersuchungsrichterin Claudia Sechi Beweise zur Unterstützung der Verhaftung vor.
Insbesondere für die Verteidigung gilt, dass einige der Personen, die der Staatsanwalt für Zeugen hält, tatsächlich untersucht werden sollten und deren Aussagen daher nicht verwendet werden können.
Gestern Vormittag fand eine Wiederaufnahme des Verfahrens gegen den dritten mutmaßlichen Komplizen, Daniele Campus, statt. Ihm wird vorgeworfen, die Falle gestellt zu haben, die dazu führte, dass Mocci und sein Freund Drogen kauften und diese anschließend an eine Räuberbande übergaben. Während des hektischen Überfalls wurde der 23-Jährige aus Villacidro durch einen Herzschuss getötet. Campus wird von den Anwälten Alberto Pani und Francesca Mannai vertreten.
Die Richter werden nahezu gleichzeitig über alle drei Positionen entscheiden, sowohl über die der Brüder Tunis als auch über die von Campus.
