Die Vorverhandlungsrichterin des Lanusei-Gerichts, Paola Massidda, hat Giampaolo Migali, 28, aus Girasole, wegen Mordes an Marco Mameli, 22, aus Ilbono, vor Gericht gestellt.

Migali war nicht im Gerichtssaal anwesend. Während der gestrigen Anhörung wies der Richter nach einigen Verfahrensstreitigkeiten einen Antrag der Verteidigung auf Nichtigerklärung zurück. Die Verteidigung beantragte daraufhin ein summarisches Verfahren unter der Bedingung, dass Sachverständige angehört würden. Auch dieser Antrag wurde vom Richter abgelehnt.

Um 14:30 Uhr ordnete das Gericht nach kurzer Beratung die Anklageerhebung an und setzte den Verhandlungstermin auf den 29. April vor dem Schwurgericht in Cagliari fest.

Die Eltern von Marco Mameli waren im Gerichtssaal anwesend und wurden von Rechtsanwalt Gianluigi Mastio vertreten. Vor dem Gerichtsgebäude schrieb eine Gruppe Angehöriger des ermordeten jungen Mannes auf Plakate, um ihren Wunsch nach Gerechtigkeit und Wahrheit auszudrücken. Migali wird von den Anwältinnen Francesca Ferrai und Maria Leonida Cadoni vertreten.

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