Die 65. Sardische Kunsthandwerksmesse erzielte wahrlich beeindruckende Zahlen und schloss mit einem Ergebnis ab, das die Solidität der Veranstaltung und vor allem die wachsende Qualität ihres Publikums bestätigt.

Vom 18. Juli bis zum 13. September begrüßte das Carpet Fair Center 10.863 Besucher und erwirtschaftete einen Gesamtumsatz von 342.110 € aus den Bereichen Kunsthandwerk, Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, Buchhandlungen und Ticketverkauf.

Die wichtigste Kennzahl betrifft jedoch die durchschnittlichen Ausgaben pro Besucher, die um 19,4 % stiegen: von 23,70 € im Jahr 2025 auf 28,30 € im Jahr 2026. Dies zeugt von einem zunehmend interessierten Publikum, das bereit ist, in handwerkliche Produkte zu investieren. Allein die Umsätze der 113 Kunsthandwerker beliefen sich auf 268.637 €, während die Ticketverkäufe 32.313 € einbrachten. Diese Zahlen bestätigen die Messe als eine der führenden kulturellen und wirtschaftlichen Veranstaltungen Sardiniens.

„Die Veranstaltung hat trotz eines herausfordernden Sommers mit Hitze und steigenden Kosten einmal mehr ihre Stärke unter Beweis gestellt“, kommentierte Francesco Serrenti, Stadtrat für Kunsthandwerk. „Der Anstieg der durchschnittlichen Ausgaben ist ein wichtiges Zeichen“, betonte er, „und die Öffentlichkeit erkennt den Wert der ausgestellten Produkte an.“

Die Besucherstruktur bestätigt die regionale und nationale Bedeutung der Veranstaltung: 36 % kommen von außerhalb Sardiniens (28 % aus dem übrigen Italien, 8 % aus dem Ausland), wobei Sarden mit jeweils 18 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Südsardinien (12 %), Sassari (10 %) und Nuoro (6 %). Das diesjährige Thema „Intrecci“ (Gewebe) prägte das kuratorische Konzept der künstlerischen Leiterin Violetta Scanu, die die traditionelle Sektoreneinteilung überwand und einen Ausstellungsrundgang schuf, der verschiedene Techniken, Materialien und Ausdrucksformen vereint. „Die Messe“, so Scanu, „ist einer der umfassendsten Orte, um sardisches Kunsthandwerk von seinen traditionellen Wurzeln bis hin zu zeitgenössischen Interpretationen zu verstehen.“ Bürgermeister Luca Orrù hebt die Qualität der Ausstellung hervor.

„Wir haben viel Lob erhalten“, erklärt er, „und die Erfahrungen dieses Jahres ermöglichen es uns, die nächste Ausgabe frühzeitig zu planen und den Fokus noch stärker auf Qualität zu legen.“ Zu den Zielen der Geschäftsleitung gehört es, die Auswahl der Kunsthandwerker qualifizierten externen Fachleuten anzuvertrauen, um einen unabhängigen, auf Exzellenz ausgerichteten Prozess zu gewährleisten. Neben der Ausstellung bot die Messe ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm: Pedras et Sonus, Kunst, Klänge und Aromen, Vorführungen, Führungen, kulinarische Initiativen und musikalische Veranstaltungen. Eine Schlüsselrolle spielte die Genossenschaft Mariposas, die für die operative Koordination verantwortlich war – von der Verwaltung der Verkaufsdaten bis hin zur Organisation der Workshops und des InfoPoints.

Im digitalen Bereich wurden außergewöhnliche Daten verzeichnet: 45.000 Nutzer auf der Website, über 2,1 Millionen Gesamtaufrufe auf Facebook und Instagram sowie 210.600 Aufrufe auf TikTok.

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