„Mit dem mache ich nichts“, protestierte Salvini beim De-André-Konzert in L'Agnata.
Eine sardische Zuschauerin verlässt Diodatos Konzert „Live for Time in Jazz“: Sie weigert sich, die Anwesenheit des stellvertretenden Ministerpräsidenten zu akzeptieren. Die Sängerin sagt von der Bühne: „Ich will niemanden anprangern, aber wir hoffen, dass Fabers Musik unsere Politik erhellen wird.“„Ich kann dieses Konzert angesichts der Anwesenheit dieser Person nicht besuchen.“ Und sie ging. Diese Worte sprach eine Sardinerin gestern in der Agnata vor Beginn von Diodatos Live-Auftritt, der als Gast des Time in Jazz Festivals in Fabrizio De Andrés sardischem Haus stattfand. Bei der besagten Person handelte es sich um Matteo Salvini, der in der ersten Reihe neben Dori Ghezzi und anderen illustren Gästen wie Fulvio Collovati, Gianrico Carofiglio und Cristina Parodi saß.
Roberto Cotti, ein ehemaliger Senator der Fünf-Sterne-Bewegung, berichtete von dem Protest. Er war im Publikum und dokumentierte die Szene mit Fotos und Videos. Die Geste des Mädchens wurde mit Applaus bedacht. Doch niemand sonst wollte sich das musikalische Ereignis entgehen lassen.
Der enttäuschte Zuschauer wandte sich auch an Dori Ghezzi, die als Gastgeberin und Verantwortliche für die Anwesenheit der Lega Nord galt. De Andrés Frau, so berichtet Cotti, „nahm das Mikrofon, bekräftigte ihre linken Ansichten, fügte aber hinzu, dass sie für einen Dialog sei.“ Und Salvini blieb dort, so Diodato. Bevor er sang, sagte er: „Ich bin dafür, niemanden hinauszuwerfen. Aber“, betonte er, „ich hoffe, De Andrés Musik wird etwas mehr Licht auf unsere politische Klasse werfen.“
