Mit dem Geländewagen in der Salzpfanne beginnt der vulgäre Sommer von Sinis aufs Neue.
Touristen im Naturschutzgebiet Sale 'e Porcus, wo Rosaflamingos nisten. Ein Leser äußerte seinen Unmut: „Sardinien ist kein Spielplatz.“Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Der vulgäre Sommer hält wieder Einzug in den Sinis. Seit gestern wurden in der Salinenanlage Sale 'e Porcus bei San Vero Milis nicht nur Spuren von Tieren, die das Feuchtgebiet bewohnen, sondern auch Reifenspuren eines Geländewagens entdeckt. Ein Leser der Zeitung L'Unione Sarda meldete den Vorfall und prangerte das Verhalten einiger Besucher an, die er als „ Touristen, die wir auf Sardinien nie sehen wollen “ bezeichnete.
Der Teich Sale 'e Porcus ist ein ökologisch wertvolles Gebiet und Teil eines europaweit anerkannten Schutzgebietes (SAC) zum Schutz natürlicher Lebensräume sowie der dort lebenden Pflanzen- und Tierarten. Das Gebiet ist zudem Heimat zahlreicher Vogelarten, darunter Rosaflamingos, die es zum Rasten und Nisten nutzen.
Der Kommentar des Lesers war harsch: „Manche geben in ihren Urlaubszielen Dutzende Euro für Sonnenschirme und Liegestühle aus, aber sobald sie nach Sardinien kommen, meinen sie, sie könnten machen, was sie wollen. Hier ist man nicht der Herr, sondern der Gast. Wer auch immer mit einem Geländewagen in die Salinen von Sale 'e Porcus gefahren ist, wo rosa Flamingos nisten, hat jeglichen Respekt vor der Natur und der Umwelt vermissen lassen.“ Und das alles vielleicht nur für ein paar Likes. Der Vorfall wurde angeblich den zuständigen Behörden gemeldet. „Ich hoffe, dass die notwendigen Ermittlungen durchgeführt werden und dass etwaige Bußgelder deutlich machen, dass Sardiniens Naturerbe nicht wie ein Spielplatz behandelt werden darf “, schließt der Leser.
