Mit 19 Jahren für die Freiheit gestorben: La Maddalena erinnert an Giuseppe Forma, Marine aus Sarule
Sein Leben wurde durch Maschinengewehrfeuer am Fuße von Fort Carlo Felice jäh beendet. Es war der 9. September 1943, der Tag nach dem Waffenstillstand.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Heute Morgen, mehr als achtzig Jahre später, gedachte der Bürgermeister von Sarule, Formas Heimatstadt, Maurizio Sirca, gemeinsam mit einer Delegation von Dorfbewohnern und den Enkelkindern des jungen Marinesoldaten bewegend des Opfers des 19-jährigen Giuseppe Forma. Ein Blumengesteck wurde an seinem Grab niedergelegt, gefolgt von einer Schweigeminute und einem Gebet am Soldatendenkmal auf dem Friedhof von La Maddalena. Der Soldat der Royal Navy ruht neben seinen Kameraden und dem ebenfalls gefallenen Kommandanten Carlo Avegno. Auch Luca Falchi, der Abgeordnete der Gemeinde La Maddalena, war anwesend.
Giuseppe Forma war erst 19 Jahre alt, als er am Fuße des Fort Carlo Felice auf La Maddalena im Maschinengewehrfeuer fiel. Es war der 9. September 1943, der Tag nach dem Waffenstillstand: In diesen dramatischen Stunden fand auf der Insel eine der ersten Aktionen des italienischen Widerstands statt. Forma, ein junger Marine aus Sarule, kämpfte als Freiwilliger an der Seite von Kommandant Carlo Avegno gegen die Nazis, die die Festung besetzt hielten. Ein Kamerad fiel mit ihm: Gemeinsam gehörten sie mit ziemlicher Sicherheit zu den ersten Opfern des Befreiungskrieges in der Schlacht von La Maddalena, als es Soldaten und Zivilisten gelang, die nationalsozialistische Besatzung zurückzudrängen.
Giuseppe Formas Leben war kurz, aber intensiv und von einem tiefen Pflichtgefühl geprägt. Er wuchs in einer großen Familie auf, sieben seiner Geschwister waren durch den Tod ihres Vaters Waisen geworden. Er meldete sich unter anderem aus Altruismus freiwillig zum Militär: Er wollte seinem älteren Bruder ermöglichen, nach Hause zurückzukehren und der Familie auf den Feldern zu helfen. Er war, wie seine Familie ihn in Erinnerung behält, ein „Goldjunge“. Giuseppes Andenken lebt vor allem in den Worten seiner Familie fort. Die Briefe, die er während der wenigen Tage auf der Insel schrieb (er kam im August an, nur wenige Wochen vor seinem tragischen Ende), das Telegramm, das seinen Tod verkündete (von dem seine Mutter eine starke Vorahnung hatte), und sogar die Gedichte in Sardisch, vielleicht einer Liebe gewidmet, die nie erblühte, zeugen von der Sensibilität eines Jungen, der viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde. Doch ein Bild ist besonders tief in die Erinnerung eingebrannt: die Nacht vor seiner Abreise, als er seine jüngere Schwester weckte und ihr versprach, ihr bei seiner Rückkehr eine Puppe mitzubringen; ein Versprechen, das er nicht halten konnte.
Als es möglich war, seinen Leichnam ins Dorf zurückzubringen, entschied sich seine Mutter, ihn dort zu belassen: „Er gab sein Leben für La Maddalena, und es ist richtig, dass er dort ruht.“ Eine Entscheidung, die die Familie bei ihren regelmäßigen Pilgerfahrten bis heute begleitet – als Hüter einer Erinnerung, die die Zeit nicht ausgelöscht hat.
