„Ich habe nichts getan. Nur zwei Selfies.“ Das waren die Worte des 40-jährigen algerischen Asylbewerbers Sabri Souaissa bei der Anhörung zur Bestätigung seiner Festnahme wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen, die sich am vergangenen Freitag in Marina Piccola ereignet hatte. Gestern machte der Mann, vertreten durch seinen Anwalt Alessandro Falconi, vor dem Untersuchungsrichter Luca Melis von seinem Recht zu schweigen Gebrauch und beschränkte sich auf einige wenige spontane Äußerungen.

Da sich der 40-Jährige derzeit in der Haftanstalt Monastir befand, bestätigte der Richter die Festnahme und erachtete die Meldepflicht als ausreichend. Souaissa wurde daraufhin aus dem Gefängnis von Uta entlassen.

Der Vorfall ereignete sich letzte Woche und wurde von Ermittlern der Sondereinheit rekonstruiert. Laut Anklage sprach der 40-jährige Algerier das Mädchen an, um sich fotografieren zu lassen und anschließend ein Selfie zu machen. Wie die von Direktor Davide Carboni koordinierten Ermittlungen ergaben, packte der Mann in diesem Moment ihre Hand und schlug sie. Das schnelle Eingreifen des Opfers und zweier anderer junger Frauen beendete den Angriff. Das Mädchen erzählte sofort ihrer Mutter davon, und Anzeige wurde erstattet.

Überwachungskameras in der Gegend lieferten wertvolle Informationen für die von Staatsanwalt Daniele Caria koordinierten Ermittlungen. Die Anklagepunkte wurden bestätigt, und einen Tag später wurde der Mann erneut in Poetto aufgespürt und festgenommen. Auf Souaissas Handy wurden außerdem Fotos gefunden, die ihn mit dem Minderjährigen zeigten.

Matthew Vercelli

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