Ein Datum voller Bedeutung für die Gemeinde: Der 3. Mai markiert den Jahrestag des „Wunders von Mandas“, ein Ereignis, das tief im kollektiven Gedächtnis der Stadt verwurzelt und von der Kirche offiziell anerkannt ist. „Heute feiern wir einen wichtigen Tag: den 93. Jahrestag des Wunders von Mandas“, erinnerte Bürgermeister Umberto Oppus und betonte die historische und spirituelle Bedeutung dieses Jahrestages für die gesamte Gemeinde.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1933 und handelt von der kleinen Aurora Sechi, die am 22. April jenes Jahres im Alter von nur neun Jahren an einer sehr schweren Form von Scharlach erkrankte, die durch Meningitis, Polyarthritis und eine schwere Sepsis verschlimmert wurde. Ihr Zustand schien hoffnungslos. Ihre Mutter wandte sich an den Seligen Salvatore da Horta und bat ihn um Fürsprache für ihre Tochter. Zeitgenössischen Berichten zufolge stand das kleine Mädchen noch am selben Abend auf und bat um Essen – ein Zeichen für eine plötzliche und vollständige Genesung, die Ärzte und Familie fassungslos machte.

Das Wunder wurde später von der Kirche anerkannt und war ein entscheidender Schritt in dem Prozess, der Papst Pius XI. am 17. April 1938 zur Heiligsprechung des Mönchs führte. Noch heute ruht der Leichnam der Heiligen in der Kirche Santa Rosalia in Cagliari, einem Ort der Andacht für Gläubige und Besucher. Aurora Sechis Geschichte lebt weiter: Sie starb 2018 in Isili und war damit das lebende Zeugnis einer der bedeutendsten Episoden sardischer Volksfrömmigkeit.

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