Für viele Patienten in Macomer und Umgebung ist der Besuch eines Facharztes nahezu unmöglich geworden. Vor zwei Monaten hatte ein Patient aus Macomer einen Termin für eine Kontrastmittel-Röntgenuntersuchung im Universitätsklinikum Macomer (CUP) vereinbart. In Macomer, Nuoro, Oristano, Bosa, Ghilarza und selbst in Sassari und Alghero waren keine Termine mehr frei. Der einzige verfügbare Termin befand sich in Tempio. Der Patient akzeptierte diese Lösung schweren Herzens. Die Alternative wäre gewesen, Monate, vielleicht sogar Jahre zu warten.

Nach den Anweisungen des CUP rüstete sich der Mann mit Geduld und Resignation. Früh am Morgen fuhr er mit dem Auto in Richtung Gallura-Hauptstadt, um pünktlich zum vereinbarten Termin zu erscheinen. Nach über hundert Kilometern Fahrt auf kurvenreichen Straßen erreichte er nach etwa anderthalb Stunden das Krankenhaus in Tempio. Er stellte sich an, um sein Ticket zu bezahlen, doch als er an der Reihe war, erlebte er eine bittere Überraschung: Diese Art von Test wird in Tempio nicht durchgeführt, da die Einrichtung nicht über die nötige Ausrüstung verfügt.

Was tun? Er musste zurück zum Macomer CUP und sich in eine andere Einrichtung verlegen lassen. Also setzte er sich wieder ins Auto und fuhr über 100 Kilometer nach Hause. Das Tanken war teuer, angesichts der Zeit, die er dafür aufgewendet hatte. Die einzige Ersparnis war das Bußgeld, das er glücklicherweise nicht online bezahlt hatte.

Ein Diabetiker aus Macomer hatte im Januar zwei Facharzttermine vereinbart. Der erste war bei Oristano (Angiologie) im Gemeindehaus der Ambulanz in der Via Michele Pira. Der Termin war für den 10. Juli angesetzt. Am Tag des Termins rief die Ambulanz an. Der Termin wurde verschoben, da der Arzt nicht verfügbar war. „Wir melden uns bei Ihnen, um einen neuen Termin zu vereinbaren.“ Der Anruf erfolgte nie.

Der zweite Termin, ein vom Macomer CUP für Montag, den 27. August, in der Bosa-Ambulanz vereinbarter Kardiologietermin, musste aufgrund der Abwesenheit des Arztes abgesagt werden. Ein Ersatztermin wurde noch nicht vereinbart. Ähnliche Fälle traten auch in Macomer und bei Patienten aus anderen Orten im Marghine-Gebiet auf. Der Gesundheitsbezirk Macomer hat sich nicht entschuldigt.

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