Sie wurden von den Einwohnern Luleses herzlich aufgenommen und hatten dort für etwa zehn Tage ein Haus gemietet. Sie beteiligten sich am Gemeinschaftsleben, auch an den Barbagia-„Snacks“, wo man alle Gesellschaftsschichten der Gegend trifft und wo sie ihren Traum von außerirdischem Leben und die Suche nach Gravitationswellen teilten.

Dann wurden sie Opfer einer Tat, deren wahres Motiv auch 48 Stunden später noch immer unklar ist. Carlo Giunchi und seine Frau, die beiden INGV-Forscher, die am Samstagabend Opfer eines Brandanschlags auf ihre Autos wurden, verlassen heute die Insel, ohne zu wissen, wer und – noch wichtiger – warum sie es darauf abgesehen hatten.

Eine gut informierte Quelle berichtet, dass vor der Zerstörung ihrer Fahrzeuge bei einem Anschlag, den die Ermittler nicht außer Acht lassen, eine Schiffsnachricht verfasst wurde. Sie prüfen jede persönliche, aber auch institutionelle Beziehung. Und diese Brände haben alte Ängste wieder aufleben lassen: Vor drei Jahren war bei SOS Enattos ein Sprengsatz platziert worden. Er explodierte nicht. Terrorismus, so die Hypothese.

llll ProgettoL’ex miniera di Sos Enattos a Lula è al centro dell’Einstein Telescope
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Ermittlungen

Die Ermittlungen der Carabinieri der Bitti-Company und der Nuoro-Ermittlungseinheit beginnen mit den Opfern und ihren Aussagen. Kein Wunder, dass ein Wissenschaftler so vorgeht. Sie versuchen, Bilder der wenigen vorhandenen Kameras und Spuren am Brandort zu sichern. Wie bei jeder feindseligen Handlung gegen die Welt von ET gehen sie dabei systematisch vor.

Fabio Ledda

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