Italia Nostra, Ortsgruppe La Maddalena, äußert sich zum Druck durch Boote und Besucher im Archipel. Lucia Spanu: „Das Ministerium hatte die Erhöhung der Bußgelder nicht abgelehnt.“

Zu viele Boote, der stetig wachsende menschliche Druck auf die Inseln und Gewässer des Archipels sowie ein Kontrollsystem, das insbesondere in der Hochsaison als unzureichend gilt, haben die Debatte um den Schutz des Nationalparks La Maddalena neu entfacht. Im Mittelpunkt der Diskussion steht auch die Höhe der Bußgelder, die viele für zu niedrig halten, um eine wirksame Abschreckung zu bewirken.

In den letzten Tagen hat die Parkpräsidentin Rosanna Giudice Kontrollen und Bußgelder als Prioritäten genannt. „Das Problem der Kontrollen und der lächerlich niedrigen Bußgelder besteht weiterhin“, erklärte sie auf der offiziellen Website des Parks. „Wir werden uns nun gemeinsam mit der Region dafür einsetzen, dass das Ministerium unsere Anliegen ernst nimmt, damit Lösungen gefunden werden können.“ Für Giudice liegt der Weg nach vorn nicht in der Einführung neuer Beschränkungen, sondern in einem effektiveren Kontrollnetz und höheren Bußgeldern.

Lucia Spanu, Präsidentin des Maddalena-Chapters von Italia Nostra und ehemaliges Mitglied des Verwaltungsrats des Nationalparks unter Fabrizio Fonnesu, meldet sich zu diesem Punkt zu Wort und verweist auf eine von dieser Verwaltung verabschiedete Maßnahme.

„Da wir nicht direkt in das Kontrollsystem eingreifen konnten“, erinnert er sich, „haben wir an Sanktionen gearbeitet und eine neue Tabelle mit deutlich höheren Beträgen erstellt.“ Der Vorschlag mit Erhöhungen um das Zehnfache wurde Mitte Juli 2023 vom Vorstand einstimmig angenommen und dem Umweltministerium zur Genehmigung vorgelegt.

Laut Spanu, der aufgrund des Endes der Amtszeit von Präsident Fonnesu zusammen mit dem Vorstand zurückgetreten war, sei keine Ablehnung aus Rom eingegangen. Das Ministerium habe stattdessen weitere Erläuterungen und Unterlagen zur Rechtfertigung der Erhöhungen angefordert, insbesondere im Hinblick auf die durch die Verstöße verursachten Umweltschäden.

Mit dem Rücktritt des vorherigen Vorstands wurde der Prozess nicht abgeschlossen. „Dieser Weg war jedoch nicht versperrt“, betont Spanu. „Wenn das Ministerium einen Hoffnungsschimmer hinterlassen hat, bin ich überzeugt, dass der jetzige Vorstand die Angelegenheit wieder aufgreifen und voranbringen kann.“

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