Roberto Mennella ist mit Fußball groß geworden: Geboren 1974 in Cagliari, trug er fast dreißig Jahre lang Handschuhe, absolvierte fast tausend Amateurspiele und gewann vier Meisterschaften. Gestern Abend erlebte er auf dem Sportplatz von Sanluri etwas, das mit Fußball überhaupt nichts zu tun hatte.

Er war mit seinen Spielern auf dem Platz, gerade hatte das vierte Training der Saison begonnen. Wenige Schritte entfernt brach ein Mann zusammen; er hatte einen Herzstillstand erlitten. Mennella war als Erster bei ihm. „Das waren acht wirklich tragische Minuten“, erinnert er sich heute mit der Ruhe eines Mannes, der weiß, wie alles ausging.

Das Herz des Mannes setzte mehrmals aus und schlug wieder zu. „Es schlug wieder, dann setzte es wieder aus. Es schlug wieder, dann setzte es wieder aus.“ Beim dritten Mal setzte der Trainer die Elektroden des Defibrillators an, der nur wenige Schritte vom Spielfeld entfernt stand. „Ich gab ihm den ersten Schock, und er kam wieder zu sich. Dann massierte ich ihn weiter, bis die Sanitäter eintrafen. Dann trat ich beiseite, und sie machten weiter.“

Rettungswagen aus Senorbì waren vor Ort. Der 63-jährige Mann wurde anschließend ins Krankenhaus nach Cagliari gebracht.

Heute erreichen uns die ersten guten Nachrichten, und auch die Anrufe trudeln ein. „Ich weiß, dass es ihm besser geht. Der Bürgermeister und der Sportrat haben mich bereits angerufen; der Kulturrat war gestern Abend selbst im Camp.“

Mennellas Karriere begann in der Jugendakademie von Cagliari, wo er bis zur Primavera aufstieg, bevor er für Sinnai, Selargius, Serrenti, Villacidro, Muravera, Narcao, Samassi und Seui spielte. Vom Tor wechselte er auf die Trainerbank: letzte Saison bei Moruzzo in Friaul-Julisch Venetien und dieses Jahr zurück auf Sardinien bei Seddori. Und es war an der Seitenlinie, dem Ort, an dem er sein Leben verbrachte, dass er seinen entscheidendsten Beitrag leistete.

© Riproduzione riservata