Schweizer Ermittler setzen ihre Untersuchungen fort, um die tragischen Ereignisse der Silvesternacht im Nachtclub „Le Constellation“ in Crans-Montana zu rekonstruieren. Der Club wurde durch ein Feuer verwüstet, bei dem über 40 Menschen ums Leben kamen und hundert verletzt wurden. Neben der Aufklärung des Sachverhalts versuchen sie auch, die Verantwortlichen zu ermitteln.

All dies geschieht inmitten tiefster Trauer um die jungen Opfer und Kontroversen, insbesondere über den übertriebenen Schutz der Clubbesitzer Jacques Moretti und Jessica Maric, gegen die wegen Mordes, Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt wird. „In Italien wären sie verhaftet worden“, erklärte der italienische Botschafter Gian Lorenzo Cornado unmittelbar nach dem Unglück. Die Schweizer Behörden verfügen jedoch derzeit über keine Beweise, die die Verhängung von Schutzmaßnahmen rechtfertigen würden.

Unterdessen sammeln die Ermittler Zeugenaussagen von Überlebenden sowie Fotos und Videos aus der Unglücksnacht. Eines der Videos, so berichten mehrere Nachrichtenseiten, scheint Jessica Maric zu zeigen, wie sie mit den Einnahmen des Abends vor den Flammen flieht.

Weitere Kontroversen gibt es um den Bürgermeister des Skigebiets, Nicolas Féraud, der auf einer Pressekonferenz bestätigte, dass es im Skigebiet fünf Jahre lang keine Kontrollen gegeben habe und dass viele der Meinung seien, er hätte nach dem Vorfall zurücktreten sollen.

(Unioneonline)

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