In Cagliari steigen die Wohnkosten und die Menschen verlassen die Stadt: Fast 5.000 Einwohner haben seit 2019 ihre Arbeit verloren.
Die Bevölkerung von Capoterra, Uta, Settimo San Pietro und Elmas wächst: „Aber die Hauptstadt ist nach wie vor pulsierend.“Cagliari (Foto L'Unione Sarda - S. Anedda Endrich)
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Seit 2019 hat Cagliari fast 5.000 Einwohner verloren. Dies ist unweigerlich auf den Bevölkerungsrückgang und die Abwanderung vieler junger Sarden zurückzuführen, die ihr Glück im Ausland suchen. Hinzu kommen die gestiegenen Lebenshaltungskosten, Mietpreise und der stetig wachsende Immobilienmarkt. Viele Familien ziehen aus wirtschaftlichen Gründen ins Hinterland oder in andere nahegelegene Gemeinden. Die aktuellsten verfügbaren Daten des sardischen Statistikamtes (ISTAT, 2024) bestätigen dies: Cagliari zählt 146.692 Einwohner, über 4.000 weniger als 2019. Im Gegensatz dazu verzeichneten Capoterra, Uta, Settimo San Pietro und Elmas im gleichen Zeitraum einen Bevölkerungszuwachs.
Der Experte
„Der Fall Cagliari lässt sich jedoch unter Berücksichtigung zweier wichtiger Aspekte interpretieren, die in herkömmlichen Melderegistern nicht erfasst werden“, betont Luisa Salaris, Professorin für Demografie an der Universität Cagliari. „Zum einen gibt es die offizielle Einwohnerzahl. Zum anderen gibt es aber auch die sogenannte Dauerbevölkerung, also diejenigen, die in der Stadt leben. Cagliari ist eine Stadt mit einer enormen Anzahl von Menschen, täglich besuchen rund 80.000 Menschen die Stadt. Im Vergleich zu anderen Städten ist der Bevölkerungsrückgang daher nicht besorgniserregend“, erklärt sie. „In den letzten Jahrzehnten“, fügt sie hinzu, „hat sich eine Wechselwirkung mit der Metropolregion entwickelt, wodurch Cagliari Einwohner verloren hat, die in benachbarte Gemeinden gezogen sind.“
