Seit 2021 werden in Alghero Bedrohungen, Belästigungen und Beleidigungen gemeldet. Ein 28-jähriger Mann beging diese Taten gegen seine Eltern und seine Schwester, was zu einer Anzeige und einem Prozess wegen Misshandlung von Familienmitgliedern und Mitbewohnern sowie zu einer Anklage wegen Widerstands gegen einen Amtsträger führte, weil er die Carabinieri-Beamten angeschrien hatte, die 2021 während eines Streits eingegriffen hatten.

Zu den Anklagepunkten gehört, dass er seiner Familie mit dem Tod gedroht und dabei Sätze wie „Verschwindet aus diesem Haus, oder ich bringe euch alle um“ verwendet hat. Außerdem beleidigte er mehrfach seine Mutter, die er angeblich für seine Alkohol- und Drogensucht verantwortlich machte.

Im Zuge der Ermittlungen fielen die Anklagepunkte gegen den Mann weniger schwerwiegend aus; er hatte einige Tage im Gefängnis verbracht, und sowohl seine Eltern als auch seine Schwester zogen ihre Anzeigen zurück. Inzwischen hatte der inzwischen 33-Jährige seine Drogensucht überwunden und endlich eine Arbeit gefunden.

All diese Aspekte wurden von Verteidiger Gaetano Paoletti hervorgehoben, der den Sinneswandel seines Mandanten vor Gericht schilderte. Staatsanwalt Antonio Piras hingegen plädierte für die Schuld des Angeklagten und forderte eine Haftstrafe von zwei Jahren und einem Monat.

Vor Kurzem ordnete Richter Paolo Bulla im Gerichtsgebäude von Sassari die Entlassung des 33-Jährigen an, da die zuvor wegen Misshandlung erhobene Bedrohungsanklage mit der Einstellung des Verfahrens hinfällig geworden war. Gleichzeitig sprach er ihn aufgrund der geringfügigen Natur der Anklagepunkte – Widerstand gegen einen Amtsträger – frei.

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