In Sassari gerieten eine Mutter und ihre beiden Kinder in einen häuslichen Streit. Laut Staatsanwaltschaft war der Auslöser ihr dritter Sohn und Bruder, der sich nun wegen häuslicher Gewalt und Körperverletzung vor Gericht verantworten muss.

Das Verhalten begann angeblich im Jahr 2021, weil der 50-Jährige behauptete, die Familieneinnahmen und die Verwaltung des gemeinsamen Hauses kontrollieren zu wollen. Er bedrohte seine Mitbewohner mit Sätzen wie „Ich habe mein ganzes Leben Zeit, euch zu quälen“ oder „Das ist erst der Anfang, selbst wenn es Hausarrest bedeutet.“

Von Worten zu Taten, weil er fremde persönliche Gegenstände auf den Boden oder in den Müll warf, aus Bosheit die Wohnung unter Wasser setzte, die Möbel beschädigte oder Familienmitglieder zwang, sich in ihren Zimmern einzuschließen, um sich nicht mit ihnen auseinandersetzen zu müssen, oder bei Freunden und Bekannten Zuflucht zu suchen.

Zwei Anklagepunkte beziehen sich auch auf Verletzungen, die laut Anklageschrift einem Bruder zugefügt wurden. Dieser wurde einmal mit einem Holzstock auf Beine und Arme und ein zweites Mal mit einem Besenstiel auf den Kopf geschlagen, und zwar so heftig, dass es zu einem Schädel-Hirn-Trauma kam.

Während der heutigen Gerichtsverhandlung beantragte Staatsanwalt Antonio Piras eine Haftstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten, Richterin Valentina Nuvoli verhängte jedoch stattdessen eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und vier Monaten. Sie sprach den von Rechtsanwalt Luigi Satta vertretenen Nebenklägern zudem eine vorläufige Entschädigung in Höhe von 3.000 € für den verletzten Bruder und 1.500 € für die Mutter und den anderen Bruder zu. Der Angeklagte wurde von Rechtsanwalt Agostinangelo Marras vertreten.

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