„Personalmangel und gefährdete Versorgung im Brotzu-Krankenhaus.“ Gewerkschaften kritisieren die kritische Situation im Krankenhaus von Cagliari aufgrund gravierenden Personalmangels. Nursing Up berichtet darüber. „Die Lage“, erklärt der örtliche Direktor Marino Vargiu , „verschärft sich stetig. Wir haben die Sicherheitsgrenzen längst überschritten und gefährden damit nicht nur die Gesundheit und das psychische Wohlbefinden der Beschäftigten, sondern auch die Sicherheit und Qualität der täglichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger.“

„Wir können nicht länger von einer Notlage sprechen“, heißt es in einer Erklärung, die auch von Diego Murracino, Regionaldirektor von Nursing Up, unterzeichnet wurde. „Seit Monaten besteht ein Organisationsmodell, das die Last seiner Ineffizienzen vollständig dem im Dienst befindlichen Personal aufbürdet: Der akute Personalmangel verhindert, dass die Koordinatoren angemessene, den geltenden Vorschriften entsprechende Schichtpläne umsetzen können. Wichtige operative Einheiten“, so die Erklärung weiter, „darunter Gefäßchirurgie, Kardiologie, Hämatologie, Nephrologie, Gastroenterologie, die Kindernotaufnahme und die Kinderklinik, um nur einige zu nennen, arbeiten täglich unter ständigem Personalmangel.“

„Die Krise des regionalen Gesundheitssystems ist struktureller Natur und rührt einerseits von fehlender zwanzigjähriger Planung und den im Laufe der Zeit vorgenommenen Kürzungen her, andererseits von der Langsamkeit der Regierung und der regionalen Behörde bei der Umsetzung angemessener Notfall- und Planungsmaßnahmen.“ Die CGIL und FP Sardegna haben daher erneut die Notwendigkeit eines anderen, strukturierteren Managements des Gesundheitssystems betont. Dieses muss mit einer umfassenden Reorganisation beginnen und darf den Dialog mit den Vertretern derjenigen, die täglich an vorderster Front arbeiten, nicht außer Acht lassen, um die äußerst ernsten Probleme anzugehen, mit denen vor allem die Patienten und, wie die zunehmenden Angriffe zeigen, auch die Gesundheitsfachkräfte selbst konfrontiert sind.

„Seit geraumer Zeit“, so Simona Fanzecco, Sekretärin der CGIL Sardinien, und Paolo Dettori, Regionalsekretär der FP-CGIL , „beklagen wir gravierende Personalengpässe, von Ärzten bis hin zu Verwaltungspersonal. Hinzu kommt ein Governance-Problem, nämlich der Mangel an regionaler Führung und klarer, gemeinsamer Ausrichtung, insbesondere zwischen der Gesamtleitung des Ministeriums und den Aktivitäten der einzelnen Unternehmen. Darüber hinaus besteht ein kritisches Problem hinsichtlich der Ares übertragenen Befugnisse, die die Autonomie der einzelnen Unternehmen einschränken und zu enormen Verzögerungen bei Einstellungsverfahren und dem Abschluss privatrechtlicher Verträge mit Einrichtungen führen, die öffentliche Aufgaben wahrnehmen.“

(Unioneonline/En.Ne.)

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