Der Fall eines elfjährigen Mädchens aus Baronia, das zusammen mit ihrer Mutter einen langen Weg zurücklegen musste, um wegen plötzlicher Fußschmerzen eine Diagnose zu erhalten, hat ein glückliches Ende genommen. Nach tagelangem Warten, der Nichterreichbarkeit bestimmter Abteilungen und dem Fehlen jeglicher Antworten konnte dank der direkten Intervention des Tempio-Krankenhauses endlich eine Lösung gefunden werden.

Die Lösung

Der von der Zeitung berichtete Appell der Eltern war in dieser Hinsicht entscheidend. Ottaviano Contu, Leiter der Radiologieabteilung des Krankenhauses Tempio Pausania, konnte die Familie kontaktieren und die vom Kinderarzt verordnete Untersuchung veranlassen. So stellten sich Mutter und Tochter gestern Vormittag im Krankenhaus Gallura vor, wo Spezialist Andrea Cechini einen Ultraschall des kleinen Mädchens durchführte. Die Ergebnisse brachten endlich Klarheit über die Ursache der Schmerzen: Es handelt sich um eine lästige, aber nicht schwerwiegende Erkrankung, die mit der richtigen Behandlung behoben werden kann. „Sie waren unglaublich freundlich, und dafür möchte ich ihnen und allen anderen, die uns geholfen haben, herzlich danken“, sagte die Mutter erleichtert nach diesen Tagen großer Sorge.

Die Fragen

Das Happy End ändert nichts an dem Geschehenen. Die Geschichte begann mit einem plötzlichen, scheinbar harmlosen Schmerz, der sich schnell zu einer medizinischen Tortur entwickelte. Nach dem Besuch beim Kinderarzt und der Verordnung eines Ultraschalls stellte sich die erste Hürde als das CUP heraus, das keinen zeitnahen Termin anbieten konnte. Der sich verschlechternde Zustand des Kindes veranlasste die Mutter, das Krankenhaus in Nuoro aufzusuchen. Dort jedoch verhinderten das Fehlen einer Kindernotaufnahme und die langen Wartezeiten eine Behandlung. Auch der darauffolgende Versuch in Olbia scheiterte, da man zwischen verschiedenen Abteilungen hin- und hergeschickt wurde und kein Personal zur Verfügung stand.

Der Durchbruch im Tempio-Krankenhaus hat zwar Erleichterung gebracht, wirft aber gleichzeitig einige Fragen auf. Warum hat das regionale Buchungssystem die Familie nicht an eine freie Einrichtung vermittelt? Was ist bei dem Mechanismus schiefgelaufen, der eigentlich einen schnellen Zugang zu medizinischer Versorgung gewährleisten sollte? Diese Fragen bleiben unbeantwortet und stellen die Organisation des sardischen Gesundheitssystems infrage. Auch wenn diese Geschichte letztendlich ein positives Ende nahm, ist es doch ebenso klar, dass ein Zeitungsartikel nicht nötig sein sollte, um einen Krankenhausaufenthalt zu vereinbaren.

Fabrizio Ungredda

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