Häfen, Krieg und Waffen: Auch die internationale Mobilisierung führt durch Cagliari.
Ein Prozess, der gerade erst begonnen hat und darauf abzielt, eine Kategorie von Hafenarbeitern mit einer direkten Position in der Hauptstadt zu schaffen.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
„Waffen raus aus Sardinien!“, schallte es heute Nachmittag von der Via Roma, wo sich rund 150 Menschen, darunter Gewerkschaftsmitglieder und Aktivisten, zum internationalen Hafenarbeiterstreik gegen den Transport von Waffen und Kriegsmaterial versammelt hatten. Die Mobilisierung bezog Häfen in ganz Europa und den Vereinigten Staaten mit ein, nahm in Cagliari jedoch eine andere Form an: Hier blieben die Docks geschlossen, während sich der Protest auf die Straße verlagerte.
Enrico Puddu vom USB Work Sardinia Coordination Center erklärt den Grund: „In Cagliari haben wir gerade erst einen Prozess zur Bildung einer Gruppe von Hafenarbeitern begonnen“, erklärt er. „Wir verfügen noch nicht über eine adäquate Struktur, sind uns dessen aber durchaus bewusst. Im Gegenteil, es ist ein erster Schritt: Wir sind hier, um unsere Solidarität mit allen anderen Gruppen zu bekunden.“ Dieser noch junge Prozess zielt darauf ab, eine Gruppe von Hafenarbeitern zu formen, die in der Lage ist, in der Hauptstadt direkt Stellung zu beziehen.
Die Bedeutung des Tages bleibt jedoch politisch. „Die Hafenarbeiter in Europa haben beschlossen, für den Frieden und gegen den Waffenhandel zu streiken“, betont Enrico Rubiu vom Koordinierungszentrum des Sozialverbandes USB. „Das ist eine wichtige Erkenntnis, über die selten gesprochen wird. Die Arbeiter wollen nicht Teil eines Krieges sein.“
Auch der Hafen von Cagliari, der als „nuklear“ eingestuft wird und über den Waffenschmuggel, insbesondere von Waffen des Herstellers RWM, abgewickelt wird, ist Ziel der Angriffe. „Wir wollen uns an diesem Szenario nicht mitschuldig machen“, fährt er fort, „vor allem nicht während Völkermord stattfindet. Das ist nicht die Sicherheit, die wir wollen: Wahre Sicherheit bedeutet Gesundheitsversorgung, Arbeitsplätze und Sozialleistungen, nicht die Verwendung von Steuergeldern zur Waffenproduktion.“
Anschließend zog der Demonstrationszug zur Piazza Yenne, wo er sich der stillen Demonstration anschloss, die seit Monaten ein freies Palästina und eine umfassendere Kritik an der europäischen und nationalen Politik in Bezug auf Krieg, Migration und Sicherheit fordert. „Die Waffen müssen aufhören, die Menschen müssen sich frei bewegen können“, lautete die wiederholte Botschaft vom Platz.
