Guasila, streunende Tiere sind auf dem Land erneut ein Grund zur Sorge: Bauern schlagen Alarm.
Bereits 24 Schafe wurden zerrissen, ein Hütehund angegriffen und verletzt.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Seit etwa zwei Monaten streift ein Rudel von mindestens sieben Hunden durch die Farmen der Gegend um Guasila . Doch die Zahl der Streuner nimmt laut Aussagen der Bauern stetig zu. Einige haben bereits Welpen bekommen: Sie wachsen rasant, und damit wächst auch die Befürchtung, dass das Problem außer Kontrolle geraten könnte.
Der Bauernhof von Ignazio Etzi wurde schwer getroffen: 24 Schafe wurden angegriffen und ein Hütehund verletzt . Sieben Angriffe innerhalb weniger Wochen zwangen den Landwirt, ein Entschädigungsverfahren einzuleiten. Gemeinde und Polizei leisten umfassende Unterstützung, doch die Notlage hält an.
Die Hunde ziehen im Rudel umher, schleichen sich um die Zäune und greifen vorwiegend nachts an. „Wir sind völlig erschöpft“, sagt Etzi. „Mein Kollege und ich arbeiten im Schichtbetrieb bis zum Morgengrauen; einer bewacht, während der andere versucht, sich ein paar Stunden auszuruhen. Doch schon eine kleine Lücke im Zaun genügt, und die Herde ist ausgelöscht. Es geht nicht nur um den Verlust der Tiere: Es ist, mitanzusehen, wie monatelange Arbeit in wenigen Minuten zunichtegemacht wird .“ Die Spannungen zwischen Serra Pardu und den Gewächshäusern bei Ortacesus sind groß.
Jeder Angriff erfordert die Einschaltung von Tierärzten zur Untersuchung und die Einleitung von Entschädigungsverfahren. „Es ist hier nicht mehr nur ein wirtschaftliches Problem“, betont Etzi, „es ist eine Frage der Sicherheit. Die Hunde werden immer zahlreicher und aggressiver . Wenn sie heute Schafe angreifen, wer kann garantieren, dass sie morgen nicht auch Menschen angreifen? Wir arbeiten auf den Feldern; wir können nicht warten, bis etwas Unwiederbringliches passiert.“
Schätzungen von Tierschutzorganisationen zufolge leben auf Sardinien über 65.000 streunende oder umherirrende Hunde (obwohl das Gesundheitsministerium keine offiziellen, aktuellen Daten veröffentlicht). Dies ist im Vergleich zu anderen italienischen Regionen eine beträchtliche Zahl. Zuchtverbände fordern verstärkte Kontrollen hinsichtlich Mikrochips und Aussetzungen, höhere Fang- und Kastrationsraten, schnelle Entschädigung für Schäden an Nutztieren sowie eine transparente Erfassung der Daten zu streunenden Hunden.
