„Die territoriale Kontinuität wurde geschaffen, um das Recht der Sarden auf Mobilität zu schützen, wie es die europäischen Vorschriften über Gemeinnützigkeitsverpflichtungen vorschreiben. Sie ist nicht das Instrument, mit dem der Tourismusmarkt reguliert werden kann.“

In einer Stellungnahme äußerte sich die regionale Verkehrsdezernentin Barbara Manca zur Frage der territorialen Kontinuität. Bezüglich der vorgeschlagenen Preisobergrenze für Nichtansässige, die den Tourismus fördern sollte, stellte sie klar: „Die Region hatte in Gesprächen mit der Europäischen Kommission auch die Einführung einer Preisobergrenze für den freien Markt vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde abgelehnt, da er als potenziell wettbewerbsschädigend und somit anfällig für mögliche Einsprüche oder Vertragsverletzungsverfahren angesehen wurde. Die Einfügung einer rechtlich fragwürdigen Klausel hätte den gesamten Rahmen der neuen territorialen Kontinuität gefährdet.“

Bezüglich der Warnung vor Preiserhöhungen betont das Ministerium: „Simulationen für Strecken ab dem 29. März zeigen, dass Reisen zu Preisen im freien Markt derzeit jederzeit möglich sind, die selten 70 € übersteigen, selbst in der Hochsaison. Diese Preise sind für ein stark nachgefragtes Reiseziel wie Sardinien während der Sommerferien absolut angemessen. Es ist klar, dass niemand, der in der Hochsaison einen Last-Minute-Flug im freien Markt nach Sardinien bucht, niedrigere Preise erwarten kann als Einheimische oder andere berechtigte Passagiere.“

„Der gesamte europäische Markt verzeichnet eine starke Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot. Flugzeugflotten sind schwer zu finden und die Infrastruktur ist nicht immer ausreichend. Ähnliche Situationen gibt es in Sizilien, Apulien und sogar auf den Balearen, wo in den kommenden Ferienzeiten viele Flugpreise für Nichtansässige oft über 100 € liegen“, bemerkt Manca. „Der Flugmarkt, der nicht den Gemeinwohlverpflichtungen unterliegt, folgt denselben Regeln wie alle freien Märkte. Die Region hat alles rechtlich Mögliche getan, um die Sarden zu schützen und das System der Vorzugskategorien zu stärken, darunter erstmals auch für Angehörige von Einwohnern und Arbeitnehmern, sogar im Sommer. Jetzt sind gemeinsame Anstrengungen erforderlich, um Sardinien ganzjährig wettbewerbsfähig zu machen.“

(Unioneonline)

© Riproduzione riservata