Flüge von Tel Aviv nach Cagliari, ein Sitzstreik am Flughafen Elmas gegen Israel löst Proteste und Kontroversen aus.
Der Protest von Aktivisten des Netzwerks „Weißer Donnerstag“ und ihre ReaktionenPer restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Am Flughafen Cagliari-Elmas fand am Tag der geplanten Ankunft und des Abflugs von Flügen aus der israelischen Stadt Tel Aviv eine neue pro-palästinensische und Antikriegsdemonstration statt.
Dies ist ein friedlicher Protest des Netzwerks „Weißer Donnerstag“, dem verschiedene Vereine auf Sardinien angehören. Heute Morgen versammelte sich eine Gruppe Aktivisten in der Abflughalle im Obergeschoss des Flughafens, schwenkte palästinensische Flaggen und verteilte Flugblätter.
Die Demonstranten verfolgen fünf Ziele : „Die Aufrüstung aufzugeben und jegliche Zusammenarbeit mit den aktuellen Kriegen zu verweigern, alle Beziehungen zu Israel abzubrechen, die für die Aufrüstung vorgesehenen Mittel in Bildung und Gesundheitswesen umzuleiten, die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit auch in Schulen und am Arbeitsplatz zu gewährleisten und die Achtung der Verfassung wiederherzustellen.“
Der Sitzstreik löste Proteste des Vereins Chenàbura Sardos Pro Israel aus: „Wieder einmal wird der Flughafen Cagliari-Elmas als Kulisse für eine politische Versammlung missbraucht, um Ideen zu verbreiten, die unserer Region und unserer Demokratie unwürdig sind“, schrieben sie in einer Erklärung. „Wieder einmal bietet der Flughafen Elmas das traurige Schauspiel einer Judenjagd. Denn wir sagen jetzt nicht mehr ‚Jude‘: Die gemeinsamen antirassistischen Werte unserer Gesellschaft verbieten es.“
Und er fährt fort: „Wir fordern ein Ende dieser Demonstrationen, die nichts mit dem Ausdruck von ‚Dissens gegenüber der italienischen oder israelischen Regierung‘ zu tun haben, sondern vielmehr eine regelrechte Stigmatisierung und Diskriminierung von normalen Reisenden im öffentlichen Raum darstellen.“
Michele Pais, Mitglied der Lega und ehemaliger Präsident des sardischen Regionalrats, äußerte sich ebenfalls zu dem Thema. „Ich bekunde meine volle Solidarität mit dem jüdischen Volk. Flughäfen sind strategische Infrastrukturen und Orte, an denen jedem die volle Bewegungs- und Reisefreiheit ohne Angst, Druck oder Einschüchterung garantiert werden muss. Kein Passagier sollte sich bedroht fühlen, weil er jüdisch oder israelisch ist oder einfach nur, weil er nach Tel Aviv reist. Wir fordern“, so Pais abschließend, „dass die zuständigen Behörden gleichzeitig das demokratische Demonstrationsrecht und das Recht der Reisenden auf freie und sichere Bewegung gewährleisten und bei jeglichem diskriminierenden oder einschüchternden Verhalten entschieden einschreiten.“
