Gianluca Vacchi schuldet seinem Verwalter Pietro Oliva (55 Jahre alt, aus Olbia) nichts, aber auch Oliva schuldet Vacchi nichts für die angeblichen Fehlbeträge auf den Bankkonten des Bologneser Unternehmers und Influencers. Dies ist das Urteil des Arbeitsrichters von Bologna nach Abschluss des Verfahrens gegen „Mister Enjoy“. Der Fall betrifft die komplexe Frage der Vermögensverwaltung von Vacchi.

Die Entscheidung des Arbeitsrichters ist von Bedeutung, da sie – wenn auch indirekt – die Möglichkeit ausschließt, dass Pietro Oliva durch die Verwaltung von Vacchis Vermögen rund 900.000 € veruntreut hat. Die mutmaßliche Veruntreuung steht im Mittelpunkt eines laufenden Strafprozesses in Tempio Pausania. Heute befragten die Richter einen Ermittler der Guardia di Finanza zu den schwindelerregenden Geldflüssen in Millionenhöhe, die im Wesentlichen Vacchis Lebenshaltungskosten auf Sardinien deckten. Es ist schwierig, die Geldflüsse von den Konten von „Mister Enjoy“ zu denen seines Verwalters nachzuvollziehen.

Sicher ist, dass Oliva (vertreten durch die Anwälte Domenico Putzolu und Maria Caterina Pisano) seinem Arbeitgeber keine Ansprüche auf Urlaub, Freistellung und sonstige Leistungen schuldet, die nicht Bestandteil seines Arbeitsverhältnisses waren. Das erstinstanzliche Zivilurteil stellt jedoch auch fest, dass Pietro Oliva kein Geld seines Arbeitgebers veruntreut hat. Ein vollständiges Bild des Sachverhalts wird sich selbstverständlich erst nach Abschluss des Strafverfahrens ergeben . Die Anwälte von Vacchi haben gegen das Urteil des Arbeitsrichters bereits Berufung eingelegt.

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